Bürgermeister-Wahl in Au: Sailer tritt 2026 ab, Sebald würde gerne übernehmen

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„Mit vollstem Herzen für unser schönes Au einsetzen“ möchte sich Bürgermeister-Kandidatin Beatrix Sebald - zur Freude von Hans Sailer (l.) und FWG-Vorsitzenden Sebastian Röhrig. © Lorenz

Die Gerüchte kursierten schon lange, nun wurden sie offiziell bestätigt: Der Auer Bürgermeister Hans Sailer stellt sich bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr zur Wahl. Für die FWG steigt Beatrix Sebald in den Ring.

Au/Hallertau – Jetzt ist die Bombe endlich geplatzt: Der Auer Bürgermeister Hans Sailer (FWG) tritt nach nur einer Amtsperiode nicht mehr an und macht damit seinen Chefsessel für die Kommunalwahl 2026 frei. Am Donnerstagvormittag machte es die FWG bei einer Pressekonferenz im Schlossbräukeller spannend, obwohl es seit längerer Zeit bereits Gerüchte um die potentielle Nachfolge Sailers gibt. Die Überraschung war deshalb keine große, als die bisherige 3. Bürgermeisterin Beatrix Sebald als Bürgermeister-Kandidatin vorgestellt wurde – wenngleich es damit zu einem Novum in Au kommen könnte. Denn eine Frau als Bürgermeisterin gab es bis dato noch nicht in der Hopfenmetropole.

„Ich sag´s gleich, ich trete nicht mehr an“, erklärte Sailer schmunzelnd im Schlossbräukeller. Neu ist diese Information freilich nicht, denn bereits von Anfang an hatte Sailer immer wieder betont, dass er nur eine Amtsperiode als Bürgermeister absolvieren wolle. „Aber wir haben die beste Kandidatin, sie ist schon in den Themen drin und sozusagen für das Amt geeicht“, so Sailer weiter. Und auch Sebastian Röhrig, Vorsitzender der FWG Au, ist mit der Entscheidung der Wählergemeinschaft, wer ins Rennen geschickt werden soll, äußerst zufrieden. „Wir geben heute den Startschuss für den Wahlkampfauftakt – und zwar mit einer sehr starken Frau“, so Röhrig, der dann die Katze aus dem Sack ließ. „Wir haben sehr früh Beatrix Sebald als Bürgermeister-Kandidatin angesprochen. Und damit haben wir eine sehr große Zustimmung in der Fraktion.“

Offiziell nominiert werde Sebald, die seit knapp sechs Jahren als dritte Bürgermeisterin an der Seite von Sailer die Geschicke der Gemeinde mitbestimmt, dann im Dezember, wie Röhrig erklärte. Damit ist Sebald die erste und aktuell noch die einzige Kandidatin für den anstehenden Kommunalwahlkampf – und auch die erste Frau als Bürgermeisterin, die ins Rathaus einziehen könnte. Weitere Kandidaten für das Bürgermeisteramt gibt es übrigens noch nicht.

Was Sebald wichtig ist: „Ich bin ein waschechtes Auer G´wachs – und ich will für eine lebenswerte Heimat einstehen“. Was auf ihrer Agenda steht: „Der Hochwasserschutz muss dringend vorangetrieben werden, wir werden um jeden Quadratmeter Grund kämpfen.“ Zudem stehen laufende Projekte auf ihrem Plan, wie etwa die Causa neuer Kindergarten, die Zukunft der Hopfenhallen, der Ausbau der Ganztagesbetreuung und auch das Weiterentwickeln der Ortsteile. „Es gibt viel zu tun, und finanziell stehen wir vor Mega-Aufgaben, aber alle Projekte sind auch wahnsinnig wichtig für die Zukunft“, so Sebald. Seit zwölf Jahren ist die 52-Jährige schon im Marktgemeinderat engagiert. „Als ich gefragt wurde, ob ich mir das vorstellen kann, hat mich das sehr gefreut und vor allem sehr geehrt. Ich werde mich mit vollstem Herzen für unser schönes Au einsetzen“, versprach sie.

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