„Vorfall“ am Rande der CSU-Klausur: Ramsauer hat Riesenärger mit der Polizei

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CSU-Politiker Peter Ramsauer im Gespräch mit der bayerischen Polizei. © Münchner Merkur

Vor dem Kanzler-Besuch kommt es am Kloster Seeon zu besonders strengen Sicherheitsnahmen. Prompt gerät CSU-Urgestein Peter Ramsauer mit einem Polizisten aneinander.

Seeon-Seebruck/München – Nach einem kräftigen Zusammenstoß zwischen dem CSU-Politiker Peter Ramsauer und einem Polizisten am Rande der CSU-Klausur droht ein juristisches Nachspiel. Der Ex-Minister, regelmäßig Gast im Kloster Seeon und als regionaler Abgeordneter bekannt, ärgerte sich offenbar massiv, seinen Ausweis zeigen zu müssen und nicht nahe parken zu können.

Wegen des Kanzler-Besuchs waren die Sicherheitsmaßnahmen rund ums Kloster diesmal hoch. Wer sich dem Areal näherte, wurde an mehreren Kontrollstellen nach Ausweis und Akkreditierung gefragt. Über 100 Polizisten aus vielen Teilen Bayerns waren im Einsatz. Einige Politiker erzählen, sie seien angehalten worden – aber ausnahmslos sehr freundlich. CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek musste zum Beispiel ein paar Minuten warten, bis seine Identität geklärt war.

Polizei stoppt Ramsauers BMW – Polizei soll am linken Bein erwischt worden sein

In Polizeikreisen wird nun geschildert, Ramsauer sei am Donnerstagmorgen heftig mit einem Beamten aneinandergeraten, der seinen dunklen BMW vor dem überfüllten Parkplatz stoppen wollte. Ramsauer habe erst nach 30 Metern gehalten. Kurz darauf sei der 71-Jährige verärgert weggefahren, beim Rückwärts-Anfahren habe er den Polizisten am linken Bein erwischt. Keine gravierende Verletzung – aber das lasse man nicht auf sich beruhen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd bestätigt auf Nachfrage nach Ramsauer „einen Vorfall mit dieser Person“. Die Staatsanwaltschaft Traunstein teilt mit, es bestehe ein Anfangsverdacht wegen tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten und fahrlässiger Körperverletzung. Die Zeugenaussage des Polizisten liegt vor. Die Kriminalpolizei ermittelt. Ramsauer war bis 2025 Abgeordneter im Wahlkreis Traunstein, zudem vier Jahre lang Verkehrsminister.

Ramsauer sieht den Vorfall anders: „Die kennen mich doch alle“

Der Ex-Politiker, durchaus für Temperament bekannt, schildert den Vorfall gegenüber dem Münchner Merkur anders. Er sei stehen geblieben. „Ein junger Polizist kam von hinten und wollte die verriegelte Beifahrertür mit Gewalt aufmachen. Die Berührung ist durch den Polizisten herbeigeführt worden.“ Ramsauer findet die Kontrollen überzogen: „Ich meine, die kennen mich doch alle.“ (Christian Deutschländer)

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