Nach der Sperrung ist die Zukunft des Bürgerzentrums in Gernlinden ungewiss. Aber nun gibt es einige Vorschläge für die Zukunft aus dem Rathaus. Brisant: die Mietpflicht.
Maisach – Das Bürgerzentrum in Gernlinden ist gesperrt. Aber wie geht es nun weiter mit der Immobilie? Um zumindest eine Perspektive zu haben, wurde Ende Dezember und Anfang Januar im Bauamt des Maisacher Rathauses an der Verschlankung des Sanierungskonzepts gearbeitet. Denn die Kosten aller Arbeiten waren zuletzt auf 18 Millionen Euro geschätzt worden – und das kann sich die Kommune nicht leisten.
Die neuen Ideen für das Bürgerzentrum können im Bauamt eingesehen werden und werden am heutigen Donnerstag, 15. Januar, Thema im Gemeinderat sein. Vorab betont Bürgermeister Hans Seidl (CSU), dass man pragmatische Lösungen gesucht habe, um die Kosten zu drücken. Das Konzept sei eine Sammlung von Ansatzpunkten. Noch aber haben keine Fachplaner darübergeschaut – wie welche Vorschläge umsetzbar wären, ist also offen. Zudem könne bislang niemand abschätzen, welche Einsparpotenziale möglich sind. Auch dafür brauche man die Experten.
Wichtig ist laut Bürgermeister auch: „Nicht alle Gemeinderatsmitglieder sind mit dem verschlankten Konzept beziehungsweise mit allen Vorschlägen einverstanden.“ Daher werde man in der Sitzung entscheiden, wie es nun weitergeht.
Kleinerer Saal für nur 200 Personen
Ein Vorschlag ist, die Besucherzahl im Saal auf 200 zu beschränken. Dann würden geringere Brandschutzauflagen gelten. Man müsste also den Saal durch Einbau einer festen, feuerhemmenden Wand verkleinern.
Für die Kellerräume im Komplex neben dem Saal heißt es: Entweder es gibt einen zweiten Rettungsweg nach draußen oder Räume müssen stillgelegt werden. Vor allem die Schützen bräuchten einen zweiten Fluchtweg. Für sie könnte ein Fenster zur Tür nach außen umgebaut werden. Ein Fenster zur Fluchttür umbauen: Das wäre auch ein Vorschlag für die Burschen, die in den früheren Seniorenraum umziehen könnten, was laut Rathaus zugleich ein Lärmproblem lösen könnte. Wegen der im Westen angrenzenden Wohnbebauung hatte es immer wieder Probleme wegen Lärms gegeben. Würde man den Ausgang nach Osten verlegen, wäre diese Sache vom Tisch.
Wichtig für alle Nutzer: Größere Treffen oder Veranstaltungen dürften laut Vorschlag aus dem Rathaus nicht mehr in den Vereinsräumen stattfinden, nur noch im Saal.
Müssen alle Nutzer Miete zahlen?
Diskutiert wird wahrscheinlich vor allem über einen Vorschlag aus dem Rathaus: dass nämlich dauerhafte Nutzer künftig eine Miete und die Nebenkosten zahlen sollen. Den Saal solle niemand mehr mietfrei nutzen dürfen, auch Ortsvereine nicht.