Seltene Tiere machen sich an populärem Ausflugsziel breit

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Für viele ist der Erlebensraum Lippeaue in Hamm ein beliebter Ort für Ausflüge. Aber auch seltene Tierarten scheinen sich hier wohlzufühlen.

Hamm – Südlich des ehemaligen Möbel-Boss-Marktes an der Heessener Straße in Hamm, eingebettet zwischen der Hochwasserschutzanlage und der Lippe, hat sich in den zurückliegenden Monaten ein neues Biotop entwickelt: Eine im Rahmen des Großprojektes Erlebensraum Lippeaue geschaffene Vernässungsfläche, die nicht nur optisch ins Auge fällt, sondern auch ökologisch von Bedeutung ist.

Erlebensraum Lippeaue in Hamm: Seltene Tierarten gesichtet

Die besagte Fläche im Erlebensraum Lippeaue in Hamm wird über ein Pumpwerk mit Regenwasser versorgt. Ziel ist es, eine typische Auenlandschaft mit Feuchtwiesen und Röhricht zu entwickeln – ein sogenanntes Blänken-Biotop. Blänken sind temporär oder dauerhaft wasserführende Senken in der Aue, die in ihrer Dynamik stark vom Wasserstand abhängig sind. Sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa und bieten ideale Bedingungen für spezialisierte Tierarten.

Über mehrere Monate steht in der Auenfläche das Wasser.
Über mehrere Monate steht in der Auenfläche das Wasser. © Markus Hanneken

Insbesondere Vögel wie der Kiebitz, Flussregenpfeifer oder Bekassine profitieren von diesen nassen, wenig bewachsenen Flächen. Hier finden sie nicht nur Brutplätze, sondern auch reichlich Nahrung. Der weiche Boden beheimatet viele verschiedene Insekten und Würmer. Von Dezember bis Ende Mai steht auf der Fläche abhängig von der Witterung nahezu durchgängig Wasser – ein Zeitfenster, das viele Zug- und Brutvögel intensiv nutzen.

Naturschützer richten wichtige Bitte an Besucher

Über mehrere Monate steht in der Fläche das Wasser.
Über mehrere Monate steht in der Fläche das Wasser. © Thorsten Hübner

Bei den Kontrollen wurden bereits mehrere stark gefährdete Arten gesichtet, darunter Kiebitze, Flussregenpfeifer, verschiedene Entenarten und Bekassine. Damit sich diese empfindlichen Arten wohlfühlen, ist Rücksicht gefragt: Die Untere Naturschutzbehörde bittet dringend darum, die ausgeschilderten Wege nicht zu verlassen, Hunde anzuleinen und insbesondere den Bereich am Zaun der Hochwasserschutzanlage zu meiden. Auch das Betreten der nahen Weidefläche ist für Mensch und Hund zum Schutz der Wildtiere und der dort grasenden Rinder nicht gestattet.

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