Der Messenger arbeitet an einem zusätzlichen Schutzmechanismus. Die optionale Funktion soll Konten deutlich besser absichern. Alles zum neuen Update.
Messenger-Dienste stehen regelmäßig im Fokus von Sicherheitsdebatten. Unbefugter Zugriff auf Nutzerkonten bleibt eine reale Bedrohung, selbst bei etablierten Plattformen. WhatsApp hat in der Vergangenheit bereits mehrere Sicherheitsebenen eingeführt, darunter die Zwei-Schritt-Verifizierung und eine E-Mail-Absicherung für Fälle, in denen der SMS-Code nicht zugestellt werden kann. Nun deutet sich eine weitere Maßnahme an, die den Schutz vor Übernahmen nochmals verstärken soll.
Laut Chip testet WhatsApp in der aktuellen Android-Beta 2.26.7.8 eine Passwort-Funktion für Nutzerkonten. Nutzer sollen künftig ein eigenes Passwort vergeben können, das beim Login zusätzlich zum sechsstelligen SMS-Code abgefragt wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Konten selbst dann zu schützen, wenn Angreifer Zugriff auf den Registrierungscode erhalten. Die Funktion arbeitet unabhängig von der bestehenden Zwei-Schritt-Verifizierung und bleibt bisher wohl optional.
WhatsApp-Passwort 2026: Neue Sicherheitsebene für Messenger-Konten im Test
Das geplante Passwort muss zwischen sechs und 20 Zeichen lang sein und mindestens einen Buchstaben sowie eine Ziffer enthalten. Nutzer können es jederzeit ändern oder deaktivieren, da die Implementierung auf Freiwilligkeit basiert. Die Abfrage erfolgt entweder direkt nach Eingabe des SMS-Codes oder im Anschluss an die Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls diese aktiviert ist. WABetaInfo weist darauf hin, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.
WhatsApp hatte bereits früher eine E-Mail-Absicherung in Beta-Versionen integriert, die den Kontozugriff erleichtert, wenn keine SIM-Karte im Gerät vorhanden ist oder der SMS-Code ausbleibt. Die neue Passwort-Ebene ergänzt diesen Ansatz und schafft eine dreifache Absicherung aus SMS-Code, optionalem Passwort und Zwei-Schritt-Verifizierung. Diese Kombination soll Übernahmen durch Dritte erheblich erschweren, vorrangig hinsichtlich dessen, dass Betrugsmaschen auf WhatsApp ein nicht seltenes Phänomen sind.
Auch diese beliebte Handymarke hat eine geheime Funktion, die kaum jemand kennt, aber nicht mehr missen möchte.
Die Funktion befindet sich derzeit in der Testphase und wird schrittweise für Nutzer freigegeben. Ein konkreter Zeitplan für den weltweiten Rollout liegt bisher nicht vor. Mit mehr als drei Milliarden aktiven Nutzern weltweit bleibt WhatsApp eine bevorzugte Zielscheibe für Angriffe. Die zusätzliche Passwort-Option könnte daher einen spürbaren Beitrag zur Kontosicherheit leisten, sofern Nutzer sie nach Verfügbarkeit aktivieren. Auch wichtig: Wer diese Reihenfolge beim Laden des Handys ignoriert, riskiert teure Schäden.