Gleitschirmpilot stürzt 30 Meter am Brauneck ab – Bergwacht im Dauereinsatz

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Knapp 30 Einsätze bewältigte die Bergwacht in den vergangenen Tagen. © Bergwacht

Bergwacht Lenggries berichtet von knapp 30 Einsätzen in der vergangenen Woche. Dabei versorgten die Bergretter viele Patienten nach Ski- und Rodelunfällen sowie zwei abgestürzte Gleitschirmpiloten.

Lenggries – Auch in der vergangenen Woche war die Bergwacht Lenggries wieder bei vielen Einsätzen gefordert. Insgesamt 26 Mal wurden die Bergretter alarmiert. Zwei mal handelte es sich um schwerere Skistürzte am Brauneck. Eine 14-Jährige musste nach einem Sturz auf den Kopf vom Helikopter in eine Klinik gebracht werden. Es bestand der Verdacht auf ein Schädelhirntrauma, schreibt die Bergwacht in ihrem öffentlichen Bericht. Auch ein 17-Jähriger musste mit dem Rettungshubschrauber aufgrund einer ausgekugelten Schulter von der Piste abtransportiert werden. Bei den weiteren Skiunfällen kümmerten sich die Bergretter – zum Teil auch mit Bergwachtnotarzt – um die Versorgung von Patienten mit Kopf-, Knie-, Arm,- Bein- und Schulterverletzung sowie Schnittwunden.

14-Jährige mit Kopfverletzung von Helikopter abtransportiert

Am Wochenende ereigneten sich zudem zwei Gleitschirmabstürzte. Am Sonntagmorgen stürzte ein Mann mit seinem Gleitschirm nach dem Start am Brauneck 30 Meter ab. Nach der Erstversorgung des Patienten durch die Bergwacht erfolgte eine Übergabe an das medizinische Team des Rettungshubschrauber Christoph Murnau. Der Mann kam mit Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung ins Klinikum. Am Nachmittag ereignete sich dann gegen 15 Uhr noch ein weiterer Absturz. Die Gleitschirmpilot aus München (47) stürzte laut Polizei am Jaudenhang ab. „Offensichtlich hatte er im im Landeanflug mit Gegenwind zu kämpfen. Mutmaßlich führten Turbulenzen dazu, dass sein Schirm zusammenklappte und er daraufhin zwischen dem Schlepplift und der daneben liegenden Baumreihe am Jaudenhang abstürzte“, schreibt die Polizei in ihrem Pressebericht dazu. Der Münchner wurde mit schweren Verletzungen, laut Bergwacht unter anderem mit Verdacht auf eine Wirbelsäulenfraktur vom Helikopter in die Unfallklinik nach Murnau geflogen. Überdies versorgte die Bergwacht am Wochenende auch einen gestürzten Rodler.

Zusammenarbeit mit anderen Bergwachten

Die Bergwacht Lenggries meisterte die zahlreichen Einsätze mit der Unterstützung der Bergwacht Bad Tölz und Bergwacht München.