Die Pegel der Seen im Landkreis Starnberg sinken langsamer, weswegen die Hochwasserwarnung verlängert wurde. Die Schifffahrt stellt sich auf eine lange Hochwasserphase ein, fährt ab heute aber Seeshaupt wieder an.
Starnberg – Sanken die Pegel von Ammer- und Starnberger See am Wochenende, so war damit am Montagabend erst einmal Schluss: Die Niederschläge von bis zu 25 Litern in Rothenfeld und mehr als 20 Litern je Quadratmeter am Starnberger See haben den Rückgang verlangsamt. Der Pegel des Starnberger Sees stagniert auf hohem Niveau, der Ammersee-Pegel sinkt langsamer als in den vergangenen Tagen. Die Würm überschritt wieder die Meldestufe 1 in Leutstetten, was erst einmal keine großen Auswirkungen hat. Der hohe Wasserstand bereitet der Seenschifffahrt Sorgen.
Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim hat am Montag die Hochwasserwarnung für den Landkreis Landsberg aufgehoben, da der Ammersee deutlich unter Meldestufe 1 steht. Für den Landkreis Starnberg wurde sie am Dienstag erneut verlängert bis zunächst Freitag. Bis zum Wochenende sind vor allem am Mittwoch und am Samstag gewittrige Schauer möglich.
Während die Seenschifffahrt auf dem Ammersee im normalen Fahrplan verkehren kann, werden am Starnberger See nur Starnberg und Tutzing angefahren – diese Stege sind recht hoch, die Einstiegsrampen zu den Schiffen zwar steiler, aber noch zu bewältigen. Ab heute, Mittwoch, wird Seeshaupt wieder angefahren, der dritt meistgenutzte Steg am See. Bei den meisten anderen Stegen wären die Einstiege viel zu steil. Deswegen lasse man derzeit zusätzliche Rampen für kleinere Dampferstege bauen, sagte Geschäftsführer Michael Grießer im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Er erwartet, dass der See wohl noch vier Wochen, vielleicht länger so hoch steht. Dann beginnen die Sommerferien, traditionell Hochsaison auf den Schiffen. Selbst wenn es nicht stärker regnet, dauert es zwei bis vier Wochen zum Pegelstand von Mitte Mai.