Schloss Linderhof zieht mehr Besucher an - Eröffnung der Venusgrotte für 2025 geplant

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Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt: das Schloss Linderhof inmitten eines weitläufigen Parks. © Bartl

König Ludwig II. hat mit seinen Prachtbauten dem Freistaat beliebte Sehenswürdigkeiten hinterlassen. Dazu zählt Schloss Linderhof. Und dieses besuchten 2023 wieder deutlich mehr Gäste als noch im Vorjahr.

Ettal - Die Residenz in München, die Walhalla bei Regensburg, das Casino auf der Roseninsel in Feldafing: Die Bayerische Schlösserverwaltung verfügt über viele Kulturschätze. Auch Schloss und Park Linderhof gehören zum stattlichen Bestand. Im vergangenen Jahr war die Anlage auf rund 1000 Höhenmetern eine ihrer meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 2023 fast ein Drittel mehr Menschen nach Ettal. Damit geht es nach dem Corona-Einschnitt wieder merklich aufwärts.

Von „deutlich gestiegenen Besucherzahlen in Schloss und Park Linderhof“ spricht die Pressestelle der Schlösserverwaltung. „Rund 345 000 Gäste aus aller Welt“ seien im vergangenen Jahr nach Linderhof gekommen. 2022 waren es noch knapp 260 500 gewesen. Das entspricht einem Anstieg um etwa 32 Prozent. Damit liegt Linderhof über dem Schnitt. „Rund 28 Prozent mehr Besucher als 2022 – Bayerns Schlösser, Burgen, Residenzen und Kulturdenkmäler erfreuen sich größter Beliebtheit“, wird Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) in einer Pressemitteilung zitiert. Über 4,5 Millionen Menschen kamen zu den Sehenswürdigkeiten der Schlösserverwaltung. Die Besucherzahlen in Schloss und Park Linderhof, teilt sie Pressestelle auf Nachfrage mit, „nähern sich wieder den Zahlen vor der Pandemie an“. Zur Erinnerung: 2019 zählte Linderhof über 412 800 Gäste.

Freistaat investiert Millionen in Sanierung der Freianlagen

Gelegenheiten, Schloss und Park in Augenschein zu nehmen, gab und gibt es reichlich: an 360 Tagen im Jahr ist die Anlage geöffnet. Zu den Veranstaltungshighlights 2023 zählt die stimmungsvolle König-Ludwig-Nacht. Diese wird stets am Geburtstag des Monarchen am 25. August gefeiert: mit Sonderführungen, Lesungen, Musik und Vorträgen. Auch zum 178. Geburtstag des Königs wurde der Park festlich beleuchtet.

Doch 2023 wurde nicht nur gefeiert. Experten der Schlösserverwaltung arbeiteten mit externen Firmen weiter an der Restaurierung der Venusgrotte. Der einstige Raumeindruck soll wiederhergestellt werden. In diesem Zuge nimmt man die Ursachen für die Schäden – ein Wassereintrag, ungeeignete raumklimatische Verhältnisse, eine mangelhafte Dachkonstruktion – in den Blick. „Viele Herausforderungen wie Reparaturarbeiten an der Drahtputzschale sowie die Korrosion verursachende Luftfeuchtigkeit in der Grotte konnten bereits in den vergangenen Jahren behoben werden“, heißt es aus der Pressestelle. Zuletzt habe man den Eingangstunnel, die Vor- und die Hauptgrotte sowie den Ausgangstunnel fertigstellen können. Auch die Gusssäulen seien statisch ertüchtigt worden. „Während die Arbeiten an zahlreichen Rekonstruktionen zügig voranschreiten, konnte das Monumentalgemälde bereits wieder an seinem Platz in der Grotte montiert werden.“ Da die ausstehenden Arbeiten am Gründachaufbau als auch an der Ausstattung „gut“ voranschreiten, könne eine Wiedereröffnung der Grotte nach wie vor zur Sommersaison 2025 anvisiert werden, heißt es.

Venusgrotte: Eröffnung zur Sommersaison 2025 anvisiert

Doch es gibt noch andere Baustellen, wenngleich die künstliche Tropfsteinhöhle gegenwärtig das wohl größte Projekt darstellt. „An vielen weiteren Punkten“ ist man tätig geworden, mit „Instandsetzungen, Restaurierungen und Sanierungen“. So wurden etwa die Arbeiten an den Parkfiguren und am Fortunabecken im Schlosspark fortgesetzt. In Zahlen – und Kosten – ausgedrückt: Summa summarum investiert der Freistaat rund 10,25 Millionen Euro „in den laufenden Bauabschnitt der Sanierung der Freianlagen im Schlosspark Linderhof“.

Auch im digitalen Raum hat sich 2023 etwas getan. Die Homepage www.schlosslin derhof.de erhielt eine moderne Nutzeroberfläche und wurde für den mobilen Gebrauch optimiert.

Groß ist die Freude zudem über die Einreichung des Unesco-Welterbeantrags „Die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern: Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee – Gebaute Träume“. Über die Eintragung der Königsschlösser in die Welterbeliste wird, wie berichtet, das Komitee wohl im Sommer 2025 entscheiden.

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