In den Neunzigern moderierte Marijke Amado die "Mini Playback Show". Vor genau 25 Jahren war sie ihren Job überraschend los. Was wurde aus der Gastgeberin?
Viele heutige Mittdreißiger oder Menschen Anfang 40 erinnern sich an die Niederländerin Marijke Amado als Moderatorin der "Mini Playback Show". Die Sendung, in der Kinder mit starker Schminke und entsprechender Kleidung als ihre Idole hergerichtet wurden, durch eine Zauberkugel auf die Bühne traten und zu bekannten Songs performten, zeigte RTL von 1990 bis 1998 mit Amado als Gastgeberin – von ihrem Aus in der Show erfuhr sie damals aus der Zeitung. Auch danach verschwand Amado nicht von der Bildfläche. Doch es wurde ruhiger um sie. Wir zeigen Ihnen, wie sie inzwischen aussieht und was sie beruflich macht.
Nach dem Ende der "Mini Playback Show" moderierte Amado, die ihre Karriere Ende der Siebzigerjahre als Assistentin von Rudi Carrell in "Am laufenden Band" begonnen hatte, kurzzeitig gemeinsam mit dem ehemaligen Kölner Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes im WDR die Talkshow "Amado & Antwerpes". Der Sender stellte diese 2001 nach zwei Jahren ein, weil Antwerpes terminlich zu stark eingebunden war, wie es zu jener Zeit hieß. Im Sommer 2009 meldete sich Amado mit "Amado – Der Talk" im MDR zurück. Die Quoten: wenig zufriedenstellend.
Gern gesehener Gast in TV-Shows
Immer wieder trat und tritt Marijke Amado als Kandidatin in unterschiedlichen TV-Formaten auf. 2012 machte sie etwa den ersten Platz bei "Promi Shopping Queen". 2013 nahm sie an "Let's Dance" teil und schaffte es auf den achten Platz. Etwas später im selben Jahr zog sie in den "Promi Big Brother"-Container und wurde Drittplatzierte. 2019 buk sie bei "Das große Promibacken" unter anderem mit Ex-Boxprofi Axel Schulz und Komiker Ingolf Lück um die Wette. Hier landete sie auf dem sechsten Rang. Im selben Jahr brachte sie ihr Buch "Frauen in den Medien" heraus. Nicht zu vergessen ist ihre Teilnahme an der RTL-Spielshow "Murmel Mania" in 2021. Aus der ersten Folge dieser Show ging sie als Gewinnerin hervor und erhielt ein Preisgeld von 25.000 Euro.
Von der Retrowelle, die seit einigen Jahren im deutschen Fernsehen diverse Shows wieder zurückbringt – etwa "Geh aufs Ganze" oder die "100.000 Mark Show" –, blieb die "Mini Playback Show" unangetastet. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Amado 2009 aber sowieso über diese Zeit: "Das ist vorbei. Man muss alles in seine Zeit stellen."
"Da könnte eine Menge Humor entstehen"
2019 sagte sie im Interview mit spot on news, dass sie viel mehr "eine Show mit Frauen, die ein bestimmtes Alter haben und dabei mal richtig alles rauslassen, was wir denken und empfinden", reizen würde. Sie fügte an: "Da könnte eine Menge Humor entstehen."
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Daraus wurde bisher offenbar nichts – jedenfalls nicht im linearen TV. Doch Amado hatte von Dezember 2020 bis November 2021 einen eigenen YouTube-Kanal: "Noch alle Tassen im Schrank". Hier sprach sie während der Corona-Pandemie regelmäßig mit anderen Prominenten über eine Videoschalte. Das Format führte sie schließlich auf ihrem Instagram-Account weiter – und erhielt dafür 2022 die Auszeichnung Die Goldenen Blogger für den besten Social-Media-Auftritt einer Prominenten.
Inzwischen unterhält sie ihre über 33.000 Followerinnen und Follower dort mit anderen Reihen, beispielsweise "Marijkes Wort zum Sonntag" oder unterschiedlichen Reels. Sie bezeichnet sich auf der Plattform als "Entertainerin mit Leib und Seele". Dass sie eine solche ist, stellt sie regelmäßig im Netz unter Beweis.