Bergsteigerin stürzt 100 Meter in die Tiefe: Zwei Einsätze für Kochler Bergwacht zur gleichen Zeit

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Das Hubschrauber-Team aus Reutte in Österreich unterstützte diesmal die Kochler Bergretter. © Bergwacht Kochel

Eine Frau ist am Samstag am Kienstein schwer verunglückt. Zur gleichen Zeit musste sich die Kochler Bergwacht auch um eine gestürzte E-Bikerin kümmern, deren Schmerzen immer stärker wurden. Die Retter hatten am Wochenende zahlreiche Einsätze zu absolvieren.

Kochel am See - Die Kochler Bergwacht wurde in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Das berichten die Bergretter auf ihrer Facebook-Seite. Den Angaben zufolge ereignete sich am Samstagnachmittag ein schwerer E-Bike-Sturz auf dem Höhenweg in Altjoch. Eine Frau war beim Bergauffahren gestürzt und hatte sich Verletzungen an Hüfte und Arm zugezogen. Die Patientin wurde von den Ehrenamtlichen versorgt und mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal gebracht. Aufgrund der zunehmenden Schmerzen wurde noch ein Notarzt zur Schmerztherapie sowie ein Rettungswagen für den Transport ins Krankenhaus nachgefordert, berichten die Bergretter.

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Noch während dieser Einsatz lief, wurden die Ehrenamtlichen erneut alarmiert, nämlich zum Kienstein beziehungsweise an den Aufstieg zur Sonnenspitze. Dort war eine Frau gegen 14.30 Uhr rund 100 Meter durch steiles Wiesengelände abgerutscht und hatte sich mehrere Verletzungen zugezogen. „Aufgrund des Meldebildes wurde von der Integrierten Rettungsleitstelle sofort der Notarzt-Hubschrauber RK2 aus Reutte alarmiert“, berichten die Kochler Retter. Dieser nahm am neuen Depot einen Luftretter auf und brachte diesen gemeinsam mit der medizinischen Crew zur Einsatzstelle. Dort wurde die Patientin erstversorgt und für den Abtransport mit dem Rettungsdreieck vorbereitet. Nach der Landung im Tal wurde die Frau von fünf weiteren Ehrenamtlichen und dem Notarzt versorgt. Anschließend brachte der Helikopter die Schwerverletzte in ein Krankenhaus.

Mit dem Quad auf den Jochberg

Für die Bergretter war das am Samstag der dritte und umfangreichste Einsatz. Am Samstagvormittag hatten sie bereits einen jungen Erwachsenen versorgt, der sich beim Aufstieg zum Herzogstandhaus eine blutende Kopfverletzung zugezogen hatte. Das Bergwachtteam fuhr zum Herzogstandhaus und stieg von dort zum Patienten ab. Nach der Versorgung wurde der junge Mann ins Tal gebracht.

Auch am Sonntag musste die Bergwacht ausrücken, und zwar an den Jochberg. Dort war beim Abstieg Richtung Sachenbach eine Frau gestürzt und hatte sich am Handgelenk verletzt. Mit dem Quad fuhren die Bergretter zur Unfallstelle, versorgten die Frau und brachten sie ins Tal. Der Rettungsdienst brachte sie anschließend ins Krankenhaus.

Akute Erschöpfung: Frau schafft es nicht mehr zurück ins Tal

Auch am Freitag war die Kochler Bergwacht zu einem Einsatz gerufen worden. Wie die Bergretter auf ihrer Facebook-Seite schreiben, konnte eine Wanderin mittleren Alters gegen 17 Uhr aufgrund akuter Erschöpfung auf dem Forstweg vom Herzogstand Richtung Urfeld nicht mehr selbstständig weiter ins Tal gehen. Vermutlich hatte ihr die Hitze zugesetzt. Die Ehrenamtlichen unterzogen sie einem medizinischen Check und brachten die Frau dann mit dem Mannschaftsfahrzeug ins Tal. Dort konnte sie selbst die Heimreise antreten.

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