Die Polizei warnt nach einem Fall in Gauting vor einer Betrugsmasche, mit der Kriminelle TAN-Nummern ergaunern und damit Geld überweisen.
Gauting – Eine Frau aus Gauting ist Opfer einer Masche geworden, über Onlinebanking Konten zu plündern. Die 52-Jährige erstattete vorigen Freitag deswegen Strafanzeige bei der Polizei. Betroffen war ein Firmenkonto.
Die Gautingerin sei Mitarbeiterin einer Firma für Organisationsentwicklung. Zum Tatzeitpunkt am Donnerstag gegen 18.30 Uhr sei sie von einem unbekannten Mann auf ihrem Handy angerufen worden, erklärte Gautings Polizeichef Andreas Ruch am Montag. Der Mann gab sich als Mitarbeiter des Bankinstituts des Firmenkontos ihres Arbeitgebers aus. Angeblich sei bei dem Firmenkonto ein neues Handy für den TAN-Empfang eingerichtet und eine Überweisung von etwa 15 000 Euro generiert worden. „Zur Stornierung der Überweisung wolle der Anrufer helfen und forderte die Gautingerin auf, umgehend eine TAN zur angeblichen Stornierung freizugeben. Dies tat die Frau, die gerade im Auto unterwegs war, umgehend, ohne den Grund der TAN (Transaktionsnummer) gelesen zu haben“, so Ruch.
Tatsächlich gab die Frau jedoch eine Überweisung von 10 000 Euro vom Firmenkonto frei, keine Stornierung. Auf ihre Nachfrage bei der „richtigen“ Bank sei diese Überweisung in genannten Höhe auch bestätigt worden. Die Polizei ermittelt nun.
Andreas Ruch warnt eindringlich vor der Masche. „Ein Bankmitarbeiter fordert einen Kontoinhaber oder eine Kontoinhaberin nie via Telefon dazu auf, eine PIN zu nennen oder eine TAN (Transaktionsnummer) zu bestätigen bzw. zu tätigen. Wenn Sie dazu via Telefon aufgefordert werden, seien Sie misstrauisch, hinterfragen dieses Vorgehen und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen“, betonte der Leiter der Gautinger Polizeiinspektion.