Regen, Wind und 16,50 Euro für zwei Tacos: Im Olympiastadion München wird Robbie Williams zur Geduldsprobe. Doch dann hört pünktlich der Regen auf.
München – Es schüttet wie aus Kübeln. 16 Grad. Eisiger Wind. Das Olympiastadion München verwandelt sich in eine Wasserlandschaft. Trotzdem harren 70.000 Fans aus. Robbie Williams soll jeden Moment auf die Bühne. Die ersten Besucher geben auf. Durchnässt und frierend verlassen sie das Stadion. Aber die Hardcore-Fans? Die lassen sich nicht unterkriegen.
Olympiaberg bleibt gespenstisch leer
Der Olympiaberg präsentiert sich ungewohnt verwaist. Normalerweise drängen sich hier die Massen bei Großkonzerten. Heute herrscht gähnende Leere. Das Wetter schreckt ab. Wer trotzdem da ist, kuschelt sich unter Regencapes zusammen. Regenschirme werden zu kleinen Zelten. Jeder Zentimeter trockener Platz ist Gold wert.
Oberpfälzer zeigen, wie es geht
Ein Paar aus Weiden strahlt trotz Dauerregen. „Wir haben Brotzeit und viele Getränke dabei“, lachen sie. Oberpfälzer sind eben hart im Nehmen. Regen? Kein Problem. Während andere bibbern, packen die beiden ihre Stulle aus. So geht bayerische Gelassenheit.
Taco-Schock: 16,50 Euro für zwei Stück
Das Essen im Olympiastadion treibt selbst hartgesottenen Münchnern die Tränen in die Augen. Zwei kleine Tacos kosten 16,50 Euro. Selbst für Münchner Verhältnisse happig. Bei diesen Preisen überlegt man zweimal, ob der kleine Hunger wirklich so groß ist. Gut, dass die Oberpfälzer vorgesorgt haben.
50 Minuten Verspätung – dann der Zauber
Kurz vor 21 Uhr endlich: Robbie Williams betritt die Bühne. Fast 50 Minuten später als geplant. Sicherheit geht vor bei diesem Unwetter. „Let me introduce myself. My name is Robbie fucking Williams“, sagt er. Und dann passiert das Wunder: Pünktlich zum ersten Akkord hört es auf zu regnen. Als hätte jemand den Wasserhahn zugedreht. Der Olympiapark bebt. Die Warterei hat sich gelohnt. Robbie Williams zeigt, warum er eine Legende ist. Regen hin oder her. Es geht endlich los.