Eine der angeblich schlimmsten Touristenfallen Deutschlands liegt in Baden-Württemberg

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Eine Sprachlern-Plattform setzt eine Attraktion im Schwarzwald auf Rang neun der meistkritisierten Ausflugsziele – nur wenige negative Google-Rezensionen führten zu der Einstufung.

Stuttgart – Auch bekannte Reiseziele erfüllen nicht immer die Erwartungen. Manche Attraktionen scheinen zwar zu Recht beliebt, so wie diese Sehenswürdigkeiten Baden-Württembergs, die zu den meistbesuchten gehören. Doch andere enttäuschen durch Überfüllung, überhöhte Preise oder sie sind weniger aufregend wie versprochen.

Die Sprachlern-Plattform Preply führte daher 2024 eine umfassende Untersuchung zum Thema durch. Sie ist nach wie vor aktuell. Mehr als achtzig international bekannte Reiseziele wurden daraufhin analysiert, wie häufig Google-Bewertungen Begriffe wie „überbewertet“, „Touristenfalle“ und „enttäuschend“ verwenden. Deutschland und Österreich bildeten einen wichtigen Untersuchungsschwerpunkt. Das Ergebnis katapultierte ein baden-württembergisches Ausflugsziel in die unrühmlichen Top 10.

Bekanntes Touristen-Ziel erntet heftige Kritik

Es sind die Triberger Wasserfälle, sie landeten auf Platz neun der deutschlandweiten Kritik-Liste. Das Naturspektakel nahe Villingen-Schwenningen hält zwei Rekorde: Die höchsten Wasserfälle Baden-Württembergs und deutschlandweit außerhalb der Alpen stürzen 163 Meter in die Tiefe. Dennoch genügten – nur – 47 negative Bewertungen für das Endergebnis. Weder das imposante Naturschauspiel noch die umliegenden Wanderrouten konnten offenbar überzeugen.

Mit 163 Metern Fallhöhe gehören sie zu Deutschlands höchsten Wasserfällen: die Triberger Wasserfälle im Schwarzwald.
Mit 163 Metern Fallhöhe gehören sie zu Deutschlands höchsten Wasserfällen: die idyllischen Triberger Wasserfälle im Schwarzwald. © Imago/Norbert Neetz

Triberg bietet jedoch weitere Sehenswürdigkeiten: Die weltweit größte Kuckucksuhr und eine Kuriosität wie der erste Männer-Parkplatz der Welt locken Besucher an.

Deutsches Ranking wird von Berliner Attraktion angeführt

Den ersten Platz der ungeliebten Sehenswürdigkeiten belegte Checkpoint Charlie in Berlin, der bekannteste ehemalige Grenzübergang. Das Münchner Hofbräuhaus und Schloss Neuschwanstein folgen auf den Positionen zwei und drei.

Schloss Neuschwanstein: Kann der Besuch dieser schneebestäubten Sensation enttäuschend sein?
Schloss Neuschwanstein: Kann der Besuch dieser schneebestäubten Sensation enttäuschend sein? © Imago/Imagebroker/Lilly

Die Top 10 der übelsten Touristenfallen laut Preply-Analyse:

Sehenswürdigkeit Negativ-Bewertungen
Checkpoint Charlie, Berlin 1.425
Hofbräuhaus, München 943
Schloss Neuschwanstein, Schwangau 421
Brandenburger Tor, Berlin 217
Alexanderplatz, Berlin 112
East Side Gallery, Berlin 100
Stephansdom, Wien 82
Festung Hohensalzburg, Salzburg 58
Triberger Wasserfälle, Triberg 47
Berliner Fernsehturm, Berlin 46

Wie berechtigt die Google-Kritik letztlich ist, kann jeder Besucher selbst beurteilen.

(Quellen: Preply, eigene Recherche.)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/deutschland/baden-wuerttemberg/liegt-eine-der-groessten-touristenfallen-in-baden-wuerttemberg-94140280.html