Wetter-Klatsche mit Schnee und Eisregen zu Neujahr: Massive Luftmassengrenze droht Deutschland zu spalten
Zum Jahresstart droht Deutschland ein Wetterkrimi mit Frost, Regen, Schnee und Eis: Modelle zeigen eine gefährliche Luftmassengrenze. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Zum ersten Januarwochenende (3. und 4. Januar) rückt eine hochbrisante Wetterlage in den Fokus von uns Meteorologen. Mehrere Rechenläufe zeigen die Möglichkeit, dass sich eine massive Luftmassengrenze quer über Deutschland legt. Dabei prallen sehr kalte Luftmassen aus dem Norden auf deutlich mildere Luft aus dem Süden. Besonders auffällig ist, dass das deutsche Wettermodell ICON und das amerikanische Modell GFS derzeit eine ungewöhnliche Übereinstimmung zeigen.
Auch unter Einbeziehung der Daten der US-Wetterbehörde NOAA wird deutlich, wie sensibel die Lage ist. Bereits kleine Verschiebungen könnten darüber entscheiden, ob eine Region Dauerfrost erlebt oder frühlingshafte Temperaturen um 12 Grad. Genau diese Unsicherheit macht die Situation so heikel und sorgt bereits jetzt für erhöhte Aufmerksamkeit bei Wetterdiensten und Einsatzkräften.
Deutschland-Wetter könnte nach Silvester abrauschen: Regen, Schnee und Eisregen als gefährliche Mischung
Sollte sich die Luftmassengrenze tatsächlich über Deutschland festsetzen, wären extreme Wetterkontraste auf engem Raum möglich. Im Süden könnten milde Temperaturen dominieren, während im Norden leichter Dauerfrost herrscht, die Mitte läge um den Gefrierpunkt. Entlang der Grenze drohen dabei teils heftige Niederschläge von 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter.
Auf der kalten Seite fällt Schnee, im Warmsektor Regen, dazwischen besteht ein hohes Risiko für gefährlichen Eisregen. Dieser kann Bäume und Leitungen vereisen, Äste abbrechen lassen und ganze Bäume zu Fall bringen. In tieferen Lagen sind um 10 Zentimeter Neuschnee denkbar, in höheren Regionen sogar 10 bis 30 Zentimeter, was die Lage zusätzlich verschärfen, aber auch lokal für Schneelasten sorgen würde.
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Wie wird das Winter-Wetter zum Start ins neue Jahr? Große Unsicherheit und mögliche Entspannung
Trotz der alarmierenden Szenarien gilt: Es handelt sich aktuell um eine Momentaufnahme rund sechs Tage im Voraus. Luftmassengrenzen sind besonders schwer exakt zu berechnen, da sie sehr sensibel auf kleinste Änderungen reagieren. Möglich ist ebenso, dass sich die milde Luft weiter nach Norden durchsetzt oder die Kälte bis in den Süden vorstößt. In beiden Fällen würde die markante Grenze verschwinden und das Wetter bliebe entweder kalt oder mild, aber vergleichsweise ruhig.
Noch aber zeigen mehrere Berechnungen die kritische Variante genau über Deutschland, mit potenziell heftigen Auswirkungen auf Bahn-, Straßen- und Flugverkehr. Eine Entwicklung, die aufmerksam beobachtet werden muss.