Mühsamer Weg zum neuen Feuerwehrhaus

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Jetzt ist auch der Spatenstich vollbracht (v.l.): Gemeinderätin Margret Kaspar, Dritter Bürgermeister Wolfram Staufenberg, Kommandant Florian Dreisbach, Vizekommandant Matthias Pfeffer, Landrat Stefan Frey, Architekt Peter Haberecht, Bürgermeister Rainer Schnitzler, Ursula Borgmann vom Pöckinger Bauamt, Franz Albrecht, der Pöckinger Kommandant Josef Mörtl, Kreisbrandrat Helmut Schweickart und Kreisbrandinspektor Andreas Pain. © Photographer: Andrea Jaksch

Der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Maising ist vollzogen – dabei steht schon das Fundament. Ende nächsten Jahres soll der Neubau fertig sein.

Maising - Der Baufortschritt für das neue Feuerwehrgerätehaus der Pöckinger Ortsteilwehr in Maising hat den symbolischen ersten Spatenstich überholt. Als Bürgermeister Rainer Schnitzler und mehrere Persönlichkeiten aus der Gästeschar am Freitag mit den weiß-blau lackierten Schaufeln etliche Ladungen Erde in die Luft schleuderten, geschah das vor der Kulisse des bereits fertiggestellten Gebäudefundaments. Zum Spaten griffen Landrat Stefan Frey, Dritter Bürgermeister Wolfram Staufenberg, die Maisinger Gemeinderätin Margarete Kaspar, Feuerwehrkommandant Florian Dreisbach, Kreisbrandrat Helmut Schweickart sowie Vertreter des Planungsbüros und der Baufirma.

Schnitzler erinnerte an die lange Planungszeit für das neue Gerätehaus. Erste Überlegungen für den Neubau waren bereits 2017 angestellt und vom Gemeinderat beschlossen worden. Die Grundstückssuche konnte erst zwei Jahre später erfolgreich abgeschlossen werden. Die Bundeswehr erklärte sich damals bereit, eine Fläche in direkter Nachbarschaft der General-Fellgiebel-Kaserne am östlichen Ortseingang von Maising an die Gemeinde abzutreten. „Kostenlos“, betonte Schnitzler. Im Gegenzug wird die Masinger Feuerwehr die Sicherung des Brandschutzes für die Kaserne übernehmen, die nicht über eine eigene Betriebsfeuerwehr verfügt.

Die Planung zog sich über fünf Jahre hin, sagte der Bürgermeister und sparte nicht mit Kritik an dem mit zahlreichen Bürokratiehürden überfrachteten Verfahren. Mitte Mai war Baubeginn. Mit der Fertigstellung rechnen die Planer Ende des kommenden Jahres.

Die lange Planungsphase hat die Kosten explodieren lassen. Nach einer auf Einsparungen gerichteten Überarbeitung der Entwürfe kam der Architekt auf eine Gesamtbausumme von gut 9,3 Millionen Euro – 6,1 Millionen Euro für den Feuerwehrbereich, 2,9 Millionen Euro für den Wohnungsbau und der Rest für die Erschließung. An staatlichen Zuschüssen muss sich die Gemeinde mit 1,5 Millionen Euro zufriedengeben. „Das ist eine Farce“, ereiferte sich Schnitzler angesichts der Bedeutung des Einsatzes der freiwilligen Rettungskräfte für die Allgemeinheit.

Erfreulich aus der Sicht des Bürgermeisters: Bei der Ausschreibung der Gewerke blieben die günstigsten Angebote unter den Kostenvoranschlägen. „Wir können nur hoffen, dass dieser Vorteil durch Kostensteigerungen im Baufortschritt nicht wieder aufgefressen wird“, sagte Schnitzler. Große Nachfrage gibt es nach seinen Worten für den im Gerätehaus geplanten Wohnraum (eine familienfreundliche Vierzimmerwohnung im Erdgeschoss, zwei Appartements und eine Dreizimmerwohnung im Obergeschoss). Die Wohnungen sind in erster Linie für aktive Mitglieder der Feuerwehr bestimmt.

Landrat Frey ging auf die Kritik am Planungsverfahren ein: „Darüber kann man lange diskutieren. Aber das wird alles vergessen sein, wenn das Gebäude erstmal steht.“ Er sprach von einer „guten Investition in die Zukunft und für die Sicherheit der Bevölkerung“. Für den Kommandanten sichert das Gerätehaus den Fortbestand der Maisinger Feuerwehr. Sie besteht aktuell aus 40 aktiven Freiwilligen und zehn Nachwuchskräften. Mit einem Dank für die „Granaten-Kameradschaft“ mit den benachbarten Wehren sagte Florian Dreisbach: „Das ist ein guter Tag für die Feuerwehr und ein guter Tag für den Brandschutz.“

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