30 Eltern vermissen ihre Kinder - nur fünf werden sie lebend wiedersehen

Die Frau namens Laetitia sagte im Interview mit dem französischen TV-Sender BFM, dass sie immer noch auf Informationen zu ihrem 16-jährigen Sohn wartet. Laut Laetitia geht es insgesamt 30 Eltern so.

Eltern warten nach Inferno in Crans-Montana verzweifelt auf Informationen

"Wir wissen sehr wohl, dass von unseren 30 Kindern nur fünf das Glück haben werden, bei ihren Kindern sein zu können", klagte die Mutter. Denn: Es gibt derzeit fünf nicht identifizierte Verletzte nach dem Inferno. Von den Todesopfern ist dagegen erst ein kleiner Teil identifiziert.

Laetitia machte den Behörden schwere Vorwürfe. Denn diese wollten den Eltern nicht sagen, wo die verletzten Kinder sind. "Sie weigern sich, es uns zu sagen, aus Angst, uns falsche Hoffnungen zu machen."

"Sie liegen allein in einem Krankenhausbett und leiden qualvolle Schmerzen. Sie brauchen ihre Angehörigen, ihre Familien, ihre Eltern, ihre Brüder, ihre Schwestern, ihre Mütter an ihrer Seite", sagte die Frau weiter. Wenn ihr Sohn einer von ihnen sei, würde sie womöglich erfahren, "dass er allein gestorben ist, obwohl er lebend in dieses Krankenhaus gekommen ist." Sie hätte dann nicht an seiner Seite sein und ihn unterstützen können.

Insgesamt sind bisher 40 Menschen bei dem Brand gestorben. Neben den Todesopfern wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt. Gegen die Barbetreiber wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.