Die Tage der Landsberger Tennishalle unter dem Dach der ,Hardy‘s Freizeit Sport & Event GmbH‘ sind offensichtlich gezählt. Die Anlage in der Siemensstraße soll einem Fitnessstudio mit Hotel und Gastronomie weichen.
Landsberg - Für den Neubau hat der Vorhabenträger drei Planungsvarianten vorgelegt. Im Bauausschuss des Stadtrates wurde die entsprechende Bauvoranfrage jüngst besprochen. Angedacht ist demnach ein drei- beziehungsweise viergeschossiger Baukörper mit Dachgarten und einer Grundfläche zwischen 3.300 und 5.300 Quadratmeter. Die Varianten 1 und 3 hätten eine Höhe zwischen 10,5 und 15 Meter, Variante 2 würde mit 15 bis 19,5 Metern noch darüber hinausgehen.
Maßgeblich für die Zulässigkeit des Vorhabens ist die Umgebungsbebauung, erklärte Stadtbaumeisterin Annegret Michler im Ausschuss. In der Nähe des Bauvorhabens befinde sich unter anderem eine Werkhalle, die eine ähnlich große Grundfläche aufweise und in Teilen etwa zehn Meter hoch sei. Auch gebe es einige dreigeschossige Gebäude von ebenfalls zehn Metern sowie an der Robert-Bosch-Straße eines, das mit 14 Metern die Umgebung deutlich überragt.
Variante 2 sei aufgrund ihrer geplanten Höhe insgesamt nicht zulässig, so das Resümee im Sachvortrag. Auch die Varianten 1 und 3 würden sich aufgrund eines 15 Meter hohen Gebäudeteils nicht in die Umgebung einfügen. Die Verwaltung empfahl daher, keiner der drei Varianten zuzustimmen.
Die Ratsmitglieder des Bauausschusses wollte es nicht ganz so eng sehen. „Höhenentwicklungen im Gewerbegebiet sind verständlich“, fand Jonas Pioch (SPD). Während Petra Kohler-Ettner (CSU) erklärte, ihr seien selbst 15 Meter noch zu hoch, wäre UBV-Stadtrat Markus Salzinger bereit gewesen, selbst der 19-Meter-Variante zuzustimmen.
Michler warnte, dass es hier nicht um die Genehmigung einer Ausnahme gehe, sondern um eine Freigabe der Gebäudehöhe. Wenn ein höheres Gebäude einmal zugelassen werde, stehe es auch jedem anderen Bauwerber zu, so hoch zu bauen. Wolfgang Neumeier (UBV) wandte ein, die Umgebung sei ja bereits bebaut. „So schnell wird sich da nichts ändern.“
Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) bezeichnete das vorgelegte Konzept mit Fitnessstudio und Hotel als eine Bereicherung für Landsberg. „Was mich mehr schmerzt, ist, dass die Tennishalle wegkommt.“
Nacharbeiten ist angesagt
Schließlich fiel der einstimmige Beschluss, dem Konzept Fitnessstudio und Hotel zuzustimmen und über die einzelnen Planungsvarianten weitere Gespräche mit dem Vorhabenträger zu führen. Anschließend wird das Thema noch einmal im Bauausschuss behandelt.