Polizisten der Bundespolizei haben Samstagnacht (27. Juli) am Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen eine zehnköpfige Migrantengruppe in Gewahrsam genommen. Nach ersten Erkenntnissen hatten Schleuser die Zugfahrt der Türken organisiert.
GAP - Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof Samstagnacht (27. Juli) konnten sich gegenüber den Bundespolizisten lediglich sechs der insgesamt zehn Personen mit türkischen Papieren ausweisen. Neben den mitgeführten Identitätskarten besaßen sie laut Angaben der Polizei keine weiteren Dokumente, die für die Einreise oder den Aufenthalt erforderlich gewesen wären. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei den vier Erwachsenen und sechs Minderjährigen, die teilweise miteinander verwandt sind, um Kurden mit türkischer Staatszugehörigkeit.
Alle Personen, die versucht hatten illegal einzureisen, hatten für die Zugreise von Innsbruck nach München gültige Fahrscheine. Bei der Befragung habe sich herausgestellt, dass offenbar Schleuser im Hintergrund die verschiedenen Etappen von der Türkei bis nach Deutschland geplant und vorbereitet hatten.
Im Anschluss an die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden alle zehn Migranten am Sonntag an eine Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Seitens der Bundespolizei werden gegen die unbekannten „Reiseorganisatoren“ weitere Nachforschungen wegen organisierten Schleusens angestellt.
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