„Ich bin richtig platt“: Silvia Richter wurde zur Bürgermeisterkandidatin gewählt

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Bei der Aufstellungsversammlung: Bürgermeisterkandidatin Silvia Richter neben ihrem Ehemann Christoph. © Andreas Jäger

Silvia Richter wurde zur Bürgermeisterkandidatin der neu gegründeten Liste „Bürger für Schwabbruck“ gewählt. Um im März auf dem Wahlzettel zu stehen, muss sie aber noch eine weitere Hürde überwinden.

Schwabbruck – Im zweiten Anlauf hat's geklappt mit der Bürgermeisterkandidatur: Nachdem Silvia Richter bei der Aufstellungsversammlung der „Dorfliste Schwabbruck“ gescheitert war (wir berichteten), gründete die 56-Jährige die eigene Liste „Bürger für Schwabbruck“ und wurde von dieser nun zur Bürgermeisterkandidatin gewählt.

Richter will Ansiedlung von Nahversorger und Gewerbe

44 Wahlberechtigte kamen dafür am Mittwochabend in der Schwabbrucker Gastwirtschaft Frank zusammen. Mit so vielen hätte sie nicht gerechnet, sagte Richter gleich am Anfang ihrer Rede: „Ich bin überwältigt.“

Silvia Richter arbeitet als Bürokraft im Familienbetrieb. Die zwölf Wochenstunden könne sie sich flexibel einteilen, betonte sie. Die 56-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder und zwei Enkelkinder. Seit 2020 sitzt Richter im Schwabbrucker Gemeinderat.

„Schwabbruck soll und muss sich weiterentwickeln“, erklärte Richter in der Ansprache an ihre Anhänger. Die 56-Jährige nannte in diesem Zusammenhang die Ansiedlung von weiterem Gewerbe und einem Nahversorger. Außerdem möchte sich Richter für einen Treffpunkt für die Landjugend einsetzen. Bei den Projekten wolle sie aber auch „immer den Haushalt im Blick haben“.

Eine Gegenstimme, eine Enthaltung

Seit diesem Jahr ist Silvia Richter auch bei den „Bürgern für den Landkreis“ aktiv, für die sie in den Kreistag einziehen und sich dort für die Interessen des westlichen Landkreises einsetzen will.

Ich bin richtig platt, dass ich so viele Anhänger hab‘, die mich so geil unterstützen.

Die Leitung der Wahl übernahm Richters Ehemann Christoph, der auch gleichzeitig als Vorsitzender der neu gegründeten „Bürger für Schwabbruck“ fungiert. Von den 44 Personen, die tischweise zur Wahl schritten, stimmten 42 für Silvia Richters Bürgermeisterkandidatur. Sie erzielte damit ein Ergebnis von rund 95,5 Prozent. Eine Person stimmte gegen Richters Kandidatur, eine andere enthielt sich.

Kandidatin muss 50 Unterstützer-Unterschriften sammeln

„Danke, danke, danke“, sagte Silvia Richter nach der Bekanntgabe des Ergebnisses: „Ich bin richtig platt, dass ich so viele Anhänger hab‘, die mich so geil unterstützen.“

Eine Hürde wartet auf die 56-Jährige aber noch: Um bei der Kommunalwahl im März als Bürgermeisterkandidatin für Schwabbruck auf dem Wahlzettel zu stehen, muss sie noch 50 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Erst wenn sie diese hat, darf Silvia Richter gegen Gerald Siegl, den Kandidaten der „Dorfliste“, um das Schwabbrucker Bürgermeisteramt kämpfen.