Ein renommierter Titel und ein Rekord: Bei der Bierprämierung „Finest Beer Selection“ sahnte eine Brauerei aus Bayern ordentlich ab.
Viereth-Trunstadt – Von einem „beeindruckenden Zeichen für Vielfalt und Qualität“ spricht die Brauerei Kundmüller aus Weiher in Oberfranken nach einem ganz besonderen Preisgewinn. Bei der renommierten Bierprämierung „Finest Beer Selection“ wurde der Familienbetrieb aus Bayern kürzlich mit dem Titel „Brauerei des Jahres national“ ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis in Neustadt an der Weinstraße von Doemens, einem internationalen Kompetenzzentrum für Brau- und Getränketechnologie mit Sitz in Gräfelfing, sowie dem Meininger Verlag.
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„Brauerei des Jahres“: Familienbetrieb holt Titel nach Bayern
Mit besagter „Vielfalt“ spielen die Preisträger auf ihre 15 Biere an, die in dem Wettbewerb zwischen 90 und 100 Punkte erzielen konnten. Wie der Veranstalter in einer Mitteilung bestätigt, habe bislang keine andere Brauerei die Fachjury mit derart vielen Produkten überzeugen können. „Ein echter Rekord!“, freut man sich in Oberfranken, wo die Brauerei Kundmüller vor lauter Erfolgen wohl mittlerweile auf Wolke sieben schwebt. Erst vor wenigen Wochen hatte der Betrieb aus Weiher beim „World Beer Cup“ abgeräumt.
Freilich lässt eine solche Auszeichnung auch die Chefetage nicht kalt: „Wir sind sehr glücklich und unfassbar stolz auf unser ganzes Team“, freut sich Geschäftsführer und Biersommelier Oswald Kundmüller. Sein Bruder Roland, der in dem Familienbetrieb neben seiner Funktion als Geschäftsführer auch als Braumeister tätig ist, bläst ins selbe Horn: „Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung unseres sehr hohen Qualitätsanspruchs und eine Wertschätzung für unser tägliches Teamwork.“ Über das „Wahnsinns-Ergebnis“ freue er sich „riesig“. Weil in diesen Kategorien „ganz besonders viele Biere teilnehmen“, sind die Brüder vor allem stolz auf das erfreuliche Abschneiden ihrer beiden „Klassiker“, dem „Weiherer Lager Hell“ und dem „Weiherer Pils“.
15 Weiherer Biere erzielen mindestens 90 Punkte
- Weiherer IPA (95 Punkte)
- Weiherer Weizenbock (94 Punkte)
- Weiherer Zapfenduster Holzfassgelagert (93 Punkte)
- Weiherer Bock Bourbon Style (93 Punkte)
- Weiherer Rauch (93 Punkte)
- Weiherer Bock (92 Punkte)
- Weiherer / Fat Head´s Imperial IPA (92 Punkte)
- Weiherer Schwärzla (92 Punkte)
- Birra Bassanese Bionda (91 Punkte)
- Weiherer Summer Ale (91 Punkte)
- Weiherer Urstöffla (91 Punkte)
- Weiherer Pils (91 Punkte)
- Weiherer Lager Hell (91 Punkte)
- Weiherer Weizenbock Holzfassgelagert Sherry (90 Punkte)
- Weiherer Bio Zwickerla Dunkel (90 Punkte)
Lobende Worte für die Biere der fränkischen Familienbrauerei findet auch der Geschäftsführer der Doemens Academy GmbH, Dr. Werner Gloßner: „Hut ab vor der Brauerei Kundmüller, Sie sind zurecht Brauerei des Jahres 2025“, wird er in einer Mitteilung zitiert. Gloßners Einschätzung kommt freilich nicht von Ungefähr. Ende Mai hatten „50-Bier-Profis“ aus zehn Ländern die Produkte der teilnehmenden Brauereien probiert. Und zwar im Rahmen einer „sensorischen Exzellenzprüfung“ – mit verbundenen Augen. Hierbei seien die Biere einzeln „aromatisch analysiert“ und nach einem 100-Punkte-Schema bewertet worden.
Wettbewerb mit 852 Bieren aus 172 Brauereien
Leicht hat es die Konkurrenz den Bierbrauern aus Oberfranken aber nicht gemacht. Ganze 852 Biere von 172 Brauereien aus 20 Ländern seien für den Wettbewerb, der seit 2023 stattfindet, eingereicht worden – von denen freilich nicht alle in der Kategorie „national“ antraten. „Wenn hier Bewertungen über 90 Punkten erreicht werden, dann sind das top Bierqualitäten“, versichert Werner Gloßner.
„Essenz des Genusses“: Titel Brauerei aus Kelheim produziert „Bier des Jahres“
Ordentlich abgesahnt hatte auch eine andere Brauerei aus Bayern. Mit ihrem „Aventinus Eisbock“ gelang der Brauerei Schneider Weisse aus Kelheim ein ganz besonderes Kunststück: Ihr Starkbier mit einem Alkoholgehalt von satten zwölf Prozent wurde zum „Bier des Jahres national“ gekürt und brachte es auf sagenhafte 99 von 100 Punkten – den höchsten Wert im gesamten Wettbewerb. „Eine Essenz des Genusses“, urteilt Jens Luckart, Leiter der Doemens Genussakademie.