Alte Weinkorken sind mehr als Abfall. Mit dem wertvollen Naturmaterial können Sie sich dauerhaft im Garten oder bei Topfpflanzen öfter das Gießen sparen.
Viele Hobbygärtner werfen alte Sekt- und Weinkorken einfach weg. Dabei können diese natürlichen Materialien wahre Wunder für Ihre Pflanzen bewirken und helfen, wertvolles Gießwasser zu sparen. Hier lernen Sie ein paar Tricks kennen, wie Sie diesen unterschätzten Helfer im Garten und für Kübelpflanzen optimal einsetzen können. Und Sie finden Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema.
Auf der Erde: Zerkleinerte Korken als natürlicher Mulch
Statt Ihre gebrauchten Weinkorken zu entsorgen, können Sie diese zerkleinern und als Mulchschicht um Ihre Pflanzen im Garten verteilen. Diese Methode bietet mehrere Vorteile für Ihre Pflanzen: Die Korkstückchen reichern den Boden langfristig mit Nährstoffen an und wirken gleichzeitig der Schimmelbildung entgegen, da sie einen hohen Gerbstoffanteil enthalten.
Die poröse Struktur des Korks speichert Feuchtigkeit und gibt sie bei Trockenheit langsam an den Boden ab. So müssen Sie deutlich seltener gießen. Zudem unterdrückt die Korkschicht das Wachstum von Unkraut, was zusätzlich Wasser spart. Und mit etwas Glück meiden Schnecken die raue Oberfläche.
Unter dem Topf: Effektive Kork-Drainage für Kübelpflanzen
Bei Kübel- und Topfpflanzen droht einerseits schnelles Austrocknen, andererseits Staunässe. Hier können Korken als Alternative zu Blähton dienen. Platzieren Sie ganze Korken zwischen Topf und Übertopf oder direkt im Untersetzer. So wird überschüssiges Wasser aufgenommen und Staunässe verhindert, die sonst zu Wurzelfäule führen könnte.
Bei Neubepflanzungen empfiehlt sich eine Schicht zerkleinerter Korken am Topfboden, bevor die Erde eingefüllt wird. Dies spart nicht nur Platz und Substrat, sondern verbessert auch die Wasserspeicherung.
In der Erde: Bodenverbesserung für optimale Wasseraufnahme
Nicht nur am Topfboden ist Kork wirksam: Mischen Sie zerkleinerte Korken in die Erde, um die Bodenstruktur nachhaltig zu verbessern. Die Korkstücke erhöhen die Belüftung des Substrats, was besonders bei schweren oder verdichteten Böden vorteilhaft ist.
Ein gut belüfteter Boden nimmt Wasser besser auf und speichert es effizienter. Die verbesserte Bodenstruktur ermöglicht den Wurzeln eine bessere Atmung und Nährstoffaufnahme, was zu gesünderen Pflanzen führt, die wiederum mit weniger Wasser auskommen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Korken eignen sich am besten?
Verwenden Sie nur echte Naturkorken, keine Kunststoffkorken oder Korken mit Kunststoffanteilen.
Wie viele Korken benötige ich?
Je nach Anwendung variiert die Menge. Für eine Drainageschicht in einem mittelgroßen Topf reicht eine Handvoll Korken aus.
Müssen die Korken gereinigt werden?
Eine gründliche Reinigung ist nicht notwendig, da Kork natürliche antibakterielle Eigenschaften besitzt.
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