Die Odelzhauser Gemeinderäte diskutieren über einen dritten Supermarkt.
Odelzhausen – Die Gemeinde Odelzhausen treibt ihr Einzelhandelskonzept voran. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats votierten fast alle Räte dafür. Im Zuge der Diskussion war – wieder einmal – von einem dritten Einkaufsmarkt die Rede. Wenn ja, welcher, und wohin mit ihm? Das waren hier die Fragen.
Eines ist schon mal klar: Die Einwohnerzahl Odelzhausens hat „die 6000 überschritten“, so Bürgermeister Markus Trinkl auf der jüngsten Bürgerversammlung Mitte November (wir berichteten). 2015, dem Jahr der letztmaligen Aktualisierung des Einzelhandelskonzepts, lebten laut Wikipedia lediglich 4965 Menschen in der Gemeinde. Daraus folgen zwei Dinge: Es gibt wesentlich mehr Kaufkraft in der Kommune. Und: Neben einem Edeka und einem Lidl, beide Geschäfte sind im Gewerbegebiet angesiedelt, ist ein „dritter Markt möglich“, so der Bürgermeister in der Sitzung.
Ein Aldi im Gewerbegebiet soll es sein, so der Wunsch eines Bürgers auf der Bürgerversammlung. „Das Mitspracherecht von Edeka ist ein großes Problem“, so Trinkl damals, ohne genauer zu werden. Die Gemeinde habe jedenfalls „keinen Einfluss“.
Bleibt noch das Wohin. Roderich Zauscher (Bürgergemeinschaft Odelzhausen) meldete sich zu Wort: „Der Einzelhandel im Ort soll gestärkt werden.“ „Wir haben in der Ortsmitte bereits einen Metzger, eine Bäckerei und einen Getränkemarkt“, entgegnete Trinkl. „Das Grundsortiment ist dabei.“ Und Lorenz Bradl (CSU) ergänzte: „Von der Fläche, den Parkplätzen und dem Verkehr im Ort her, ist ein Markt nicht möglich.“
Die Gemeinde soll nun prüfen, ob die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel noch passen. Und es soll geprüft werden, ob andere Standorte in der Gemeinde für einen möglichen dritten Lebensmitteleinzelhandel in Frage kommen. Lediglich Zauscher stimmte gegen den Beschluss.