Betrüger gaben sich als Bankmitarbeiter aus und erbeuten Tausende

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Sachsenkam

Kommentare

Geld und Wertgegenstände haben Betrüger mit einem Schockanruf erbeutet (Symbolbild). © Sebastian Gollnow/dpa

Eine 65-Jährige fiel auf einen Trickbetrug herein. Eine Bankmitarbeiterin verhinderte Schlimmeres. Mehrere tausend Euro waren da aber schon weg.

Sachsenkam – Immer wieder gelingt es Trickbetrügern am Telefon, Menschen übers Ohr zu hauen. Dieses Mal wurde eine 65-jährige Sachsenkamerin zum Opfer.

Nach Angaben der Polizei klingelte bei der Frau das Festnetz-Telefon. Der unbekannte Anrufer gab sich als Raiffeisenbank-Mitarbeiter aus. Das Perfide: Beim Anruf wurde die richtige Telefonnummer der Raiffeisenbank angezeigt.

Echte Bankmitarbeiterin verhindert Schlimmeres

Das Gespräch dauerte etwa 40 Minuten. In dessen Verlauf gab die Sachsenkamerin ihre Bankdaten preis. Damit hatten die Betrüger alles, was sie brauchten, um auf das Konto zuzugreifen. Schlimmeres verhinderte glücklicherweise eine echte Mitarbeiterin der Raiffeisenbank. Dort wurde man offensichtlich auf die ungewöhnlichen Kontobewegungen aufmerksam. Durch einen Anruf der „echten“ Bankmitarbeiterin konnte die Zahlung über einen fünfstelligen Betrag nach Großbritannien gestoppt werden. Allerdings waren schon vorher mehrere tausend Euro auf ein anderes deutsches IBAN-Konto überwiesen worden.

Polizei warnt noch einmal eindringlich

Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang nochmal deutlich darauf hin, dass keine Bankdaten samt PIN oder andere persönliche Daten am Telefon preisgegeben werden dürfen.

Wer mehr über die Maschen der Trickbetrüger erfahren möchte: Am Donnerstag, 26. Februar, lädt der BBV-Ortsverband Gaißach zu einem kostenlosen Informationsabend unter dem Titel „Vorsicht Trickbetrug!“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Landgasthof Zachschuster. Referent des Abends ist Simon Bräutigam von der Kriminalpolizei. Er wird typische Vorgehensweisen der Täter erläutern, Beispiele aus der Praxis vorstellen und konkrete Verhaltenshinweise geben, wie man sich im Verdachtsfall richtig verhält und Hilfe holt.