Energie sparende und vitaminschonende Zubereitung von Lebensmitteln gelingt am besten im Schnellkochtopf. Doch nicht jede Zutat darf in den Druckkochtopf.
Ein Schnellkochtopf hat viele Vorteile: Das Essen ist rascher zubereitet. Somit sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch mindestens die Hälfte an Energie – laut TÜV Süd – und somit Geld. Zudem gilt die Zubereitungsart als nährstoffschonend – bis zu 70 Prozent der Vitamine – beispielsweise die hitzeempfindlichen B-Vitamine und Vitamin C sowie Vitamin E – bleiben erhalten.
Wie viel Zeit spart ein Schnellkochtopf und was darf nicht in ihm zubereitet werden?
Wie funktioniert der Schnellkochtopf?
Der Deckel des Schnellkochtopfs ist mit einer Dichtung versehen. Wird der Deckel auf dem Topf verriegelt, umschließt die Gummidichtung den Topfrand fest und es kann sich beim Kochen im Inneren Druck aufbauen. Das ermöglicht einen Temperaturanstieg im Inneren auf bis zu 120 Grad, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Durch die hohe Temperatur und den Wasserdampf, der nicht durch eine Lücke zwischen Deckel und Topf entweichen kann, verkürzt sich die Kochzeit.
Achtung: Halten Sie sich beim Umgang mit dem Schnellkochtopf unbedingt an die Bedienungsanleitung des Herstellers. Beachten Sie insbesondere die Sicherheitshinweise,
Wie lange die Kochzeit ist, hängt vor allem von den Lebensmitteln ab. Meist haben die Hersteller sowohl die Garzeiten als auch die maximale Füllmenge bei der Zubereitung der jeweiligen Speisen in den Bedienungsanleitungen ihrer Kochtöpfe angegeben. Andernfalls können diese Richtwerte* eine grobe Orientierung bieten:
- Fischfilet
ohne Einsatz; Garstufe 2 = 3 Minuten - Blumenkohl
mit Einsatz; Garstufe 1 = 5 Minuten - Kartoffeln
mit Einsatz; Garstufe 2 = 7 Minuten - Linsensuppe
ohne Einsatz; Garstufe 2 = 15 Minuten - Rouladen
ohne Einsatz; Garstufe 2 = 20 Minuten - Rindergulasch
ohne Einsatz; Garstufe 2 = 25 Minuten - Milchreis
ohne Einsatz; Garstufe 1 = 25 Minuten
*Quelle: swrfernsehen.de
Hinweis: Die Garstufen entsprechen der Anzahl der sichtbaren Ringe auf dem Deckel des Druckkochtopfs.
Was kann der Speedy-Topf?
Ein weiterer Vorteil des Schnellkochtopfs ist, dass Speisen direkt in ihrer Flüssigkeit zubereiten werden können. Dadurch trocknen sie nicht aus und bleiben schön saftig und zart.
Darüber hinaus können Sie mit dem Kochutensil auch Dampfgaren. Dazu müssen Sie lediglich den Topf nur mit ein wenig Wasser füllen, den Topfeinsatz (Siebeinsatz) hineinlegen, in ihm dann das Gemüse oder die Kartoffeln positionieren und dann den Garprogramm starten.
Was darf nicht in den Druckkochtopf?
Es gibt allerdings auch Lebensmittel, die Sie nicht im Schnellkochtopf zubereiten sollten. Dazu zählen beispielsweise Reis (nicht Milchreis) und Nudeln. Der Grund: Sie verkochen und werden durch den Druck eher breiig, warnen Verbraucherschützer. Hier eignet sich beispielsweise ein Reiskocher oder das Garen bei niedriger Temperatur auf dem Herd.
Wie viel Zeit spart ein Schnellkochtopf?
In der Regel gibt es durch den Schnellkochtopf eine Zeitersparnis von 50 bis 70 Prozent – beispielsweise kann sich ein 30-minütiger Garvorgang auf zehn bis 15 Minuten verkürzen. Und das bei zusätzlich noch geringerem Energieverbrauch und schonender Zubereitung. Somit lohnt sich ein Schnellkochtopf gleich dreifach.
Wie viel Strom verbraucht ein Schnellkochtopf?
Laut Bund der Energieverbraucher e. V. können Verbraucher durch die verkürzte Garzeit bis zu 15 Euro/Jahr an Stromkosten sparen, wenn sie den Schnellkochtopf jeden Werktag nutzen.
Beim Kauf auf Siegel achten
Wer auf die richtigen Siegel beim Kauf achtet (und natürlich auch die richtige Bedienung), muss nicht befürchten, dass der Schnellkochtopf beim Kochen explodiert. Vor allem moderne Geräte, die im deutschen Handel erhältlich sind, gelten laut TÜV Süd als relativ sicher.
Dennoch sollten Sie beim Kauf beispielsweise auf das GS-Zeichen sowie das blaue, achteckige TÜV-Siegel achten. Diese Plaketten kennzeichnen Produkte, die auf ihre Sicherheit hin geprüft wurden.
Übrigens: Öffnen Sie erst den Deckel des Schnellkochtopfs, wenn der Druck über das Ventil langsam und vollständig abgelassen wurde. Erst, wenn der Druckausgleich vollständig stattgefunden hat, geht keine Gefahr mehr von dem Kochutensil aus. Darüber hinaus ist es ratsam, die Dichtungsringe regelmäßig auf Risse zu kontrollieren und alle zwei Jahre auszutauschen.