Die drei Kommunen haben eine Absichtserklärung für ein gemeinsames Geothermieprojekt unterzeichnet. Ziel ist es, die Region künftig unabhängig und klimafreundlich mit Wärme zu versorgen.
Landkreis –Mit der Unterzeichnung einer interkommunalen Absichtserklärung durch die Stadt Dachau und die Gemeinden Haimhausen und Hebertshausen wurde ein starkes Zeichen für die regionale Energiewende gesetzt. Ziel ist ein gemeinsames Geothermieprojekt, das die Region unabhängig von globalen Märkten und Krisen mit klimafreundlicher Wärme versorgt. Die konkrete Planung und Umsetzung liegt in den Händen der kommunalen Energieversorger der beteiligten Kommunen.
Starkes Zeichen für regionale Energiewende - Dachau, Haimhausen und Herbertshausen wollen Geothermieprojekt auf den Weg bringen
„Allein könnte keine der beteiligten Kommunen ein Vorhaben dieser Größenordnung umsetzen“, sagt Stadtwerkeleiter Robert Haimerl. „Aber zusammen schaffen wir eine sichere, erneuerbare Wärmeversorgung direkt vor unserer Haustür.“
Bereits in der Vergangenheit hatten einzelne Kommunen, wie die Stadt Dachau und Haimhausen, erste Vorstöße im Bereich der Geothermie unternommen, waren jedoch allein an den Herausforderungen gescheitert. Die heutige Vereinbarung markiert daher einen neuen, vielversprechenden Ansatz: ein gemeinsames Projekt, das Kräfte bündelt und Synergien nutzt.
Der Weg ist bereitet – doch die Umsetzung braucht Zeit
Die technische Umsetzung steckt aktuell noch in den Anfängen. Derzeit läuft die Ausschreibung für Planungsleistungen, im Anschluss wird eine geologische Untergrundkarte auf Basis vorhandener Bohrdaten erstellt. Die ersten Wärmenetze könnten gegen Ende des Jahrzehnts mit Tiefengeothermie versorgt werden. An verschiedenen Standorten laufen bereits Vorplanungen für künftige Wärmeinseln. Im Stadtgebiet Dachau zum Beispiel an der ehemaligen Papierfabrik und in Dachau-Ost.
„In Haimhausen haben wir im Schrammerweg Richtung Maisteig und an der ehemaligen Schlossbrauerei zwei konkrete Standorte gefunden, die sich sehr gut für den Einstieg in ein Nahwärmenetz eignen“, erklärt Christian Flory, Finanzvorstand des Kommunalunternehmens Energie der Gemeinde Haimhausen.
In Hebertshausen hat die erste kommunale Wärmeplanung ergeben, dass es zwei gut geeignete Gebiete in der Ortsmitte gibt. „Potenziell wäre es aus heutiger Sicht möglich, 40 Prozent des Hebertshauser Wärmebedarfs bis 2045 über eine zentrale Wärmeversorgung zu decken, bevorzugt über die angestrebte gemeinsame Geothermie-Bohrung“, erläutert Alexandra Niedenhoff, Vorständin des Kommunalunternehmens Energie Hebertshausen. Bis es soweit ist, sind für Hebertshausen Übergangs- und Ergänzungslösungen aus Flusswasser, Power to Heat und Pyrolyse angedacht.
Mit der nun besiegelten Zusammenarbeit bekennen sich die drei Kommunen und deren Betriebe klar zu einer klimafreundlichen Zukunft – und zeigen, dass regionale Bündnisse der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende sein können. red
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