„Lindenstraße“-Urgestein Marie-Luise Marjan wundert sich über junge Menschen: „Fehlt an Biss“

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Marie-Luise Marjan macht sich Sorgen um die jüngere Generation. Der „Lindenstraße“-Star bezweifelt, dass es wirklich allen so schlecht geht, wie behauptet wird.

Köln – Marie-Luise Marjan (84) ist den meisten Deutschen als „Mutter Beimer“ aus der „Lindenstraße“ bekannt. In der ARD-Sendung spielte sie 35 Jahre lang die Rolle der engagierten Helga Beimer, dreifache Mutter und dreifache Großmutter, die zum Privatleben ihrer Kinder und Enkel immer so ihre eigenen Meinungen hatte. Und Schauspielerin Marie-Luise Marjan scheint diese Angewohnheit zu teilen, vor allem, wenn es um die heutige Jugend geht. Um die macht sie sich nämlich geradezu Sorgen.

„Lindenstraße“-Star Marie-Luise Marjan: Zu viele Menschen schieben heutzutage Burn-out vor

In einem neuen Interview mit t-online sprach Marie-Luise Marjan jetzt über das Älter werden und ihren Blick auf die Welt. Auch die politische Lage in Europa war Thema und die Tatsache, dass die 1940 geborene Schauspielerin in der Nachkriegszeit aufwuchs. „Das hat uns geprägt: Disziplin, Pflichtgefühl, Beharrlichkeit. Ich habe früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Wenn ich etwas begonnen habe, habe ich es auch zu Ende gebracht“, erklärt die „Lindenstraße“-Ikone. Ihre Generation hat sich durch diese harten Jahre ein Durchhaltevermögen antrainiert, das laut Marjan heute vielen jungen Menschen fehlt. Sie bezweifelt nämlich, ob wirklich alle Menschen an Burn-out leiden, die es selbst von sich behaupten.

„Heute habe ich den Eindruck, viele junge Menschen brechen Dinge ab, sobald es schwierig wird. Es fehlt manchmal an Biss“, meint sie. Auch, dass man schnell von Burn-out und Überforderung redet, besorgt die Schauspielerin. Früher haben Menschen schließlich auch gelitten und sich eben durchgekämpft. Eine Eigenschaft, die sie in der Jugend von heute zu vermissen scheint.

Mobilität wichtiger als Stolz: „Lindenstraße“-Legende Marie-Luise Marjan liebt ihren Rollator

Und sich durchzukämpfen, ist auch heute noch das Lebensmotto von Marie-Luise Marjan. Im Juni 2024 zog sie sich bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zu. Mittlerweile ist sie aber wieder auf den Beinen, wenn auch mit Hilfe. Die „Lindenstraße“-Legende geht heute am Rollator, obwohl sie sich lange dagegen gewehrt hat, ein solches Gerät zu benutzen. Ihre eigene Mobilität war ihr am Ende aber doch wichtiger als ihr Stolz, wie sie gegenüber Bild verriet: „Inzwischen habe ich mich dazu durchgerungen, schließlich möchte ich ja weiterhin am sozialen Leben teilnehmen und mich nicht nur zu Hause verstecken.“

Schauspielerin Marie Luise Marjan auf der Buehne bei der Vorstellung des Herbstprogamm der Volksbuehne am Rudolfplatz
Marie-Luise Marjan macht sich Sorgen um die jüngere Generation. Der „Lindenstraße“-Star bezweifelt, dass es wirklich allen so schlecht geht, wie behauptet wird. © IMAGO/Horst Galuschka

Eine Sache würde sie allerdings gerne an ihrem Rollator ändern – den Namen. „Bei dem Wort denkt man doch sofort an alte Menschen mit gekrümmten Rücken und traurigem Blick, die sich damit herumschleppen. Das Gegenteil ist der Fall! Der Rollator gibt mir ein ganz neues Lebensgefühl.“ So geht es Marie-Luise Marjan übrigens heute finanziell. Verwendete Quellen: t-online.de, bild.de

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