Auf Maui und Big Island rechnen Meteorologen ab heute Abend mit der höchsten Brandung. Einheimische und Urlauber bereiten sich bereits vor.
Honolulu – Hurrikan Kiko, ein tropischer Wirbelsturm im Zentralpazifik, nähert sich den Hawaii-Inseln. Der Sturm sorgt dort für erhöhte Wachsamkeit. Am Montag stuften Wetter-Experten Kiko weiterhin als Hurrikan der Kategorie 3 ein. Damit zählt er zu den Stürmen mit besonders hoher Windstärke und erheblichem Zerstörungspotenzial. Das gilt auch dann, wenn die Stürme nicht direkt auf Land treffen.
Der Sturm bewegte sich mit etwa 22 Kilometern pro Stunde in nordwestlicher Richtung, wie das National Hurricane Center laut Island News meldete. Meteorologen rechnen damit, dass sich Kiko in den kommenden Tagen abschwächt. Wahrscheinlich stufen sie ihn bis Dienstag (9. September) zu einem tropischen Sturm zurück. Ein direkter Landfall wird zunehmend unwahrscheinlich. Dennoch warnen die Behörden laut Infobae vor gefährlichen Begleiterscheinungen wie hoher Brandung, starken Strömungen und Windböen.
Wetter-Experten warnen vor Folgen von Tropensturm: Hohe Wellen erwartet
Laut Island News soll Kiko am Dienstag und Mittwoch nördlich an den Inseln vorbeiziehen. Die Meteorologen warnen jedoch, dass der Sturm aufgrund seines breiten Windfelds und großräumigen Wellensystems weiterhin Auswirkungen haben kann. Von Kiko erzeugte Dünungswellen erreichten Big Island und Maui bereits am Sonntag und bauen sich am Montag weiter auf. Die höchsten Wellen erwarten Experten zwischen Montagabend und zur Wochenmitte entlang ostseitiger Küsten.
Obwohl Kiko an Stärke eingebüßt hat, betonten Experten, dass die äußeren Ausläufer des Sturms weiterhin kurzzeitige Starkregen, Windböen und marine Gefahren verursachen könnten. Das gilt insbesondere für windzugewandte Küstenabschnitte. Der Sturm könnte ungesicherte Gegenstände bewegen und den Verkehr mit hohen Fahrzeugen erschweren.
Behörden und Notfalldienste bereiten sich vor
Aufgrund der Unwetter prüfen Notfalldienste derzeit mögliche Sperrungen von Küstenabschnitten und bereiten Warnungen für Kleinschiffe vor. Auch Luftfahrtunternehmen beobachten die Entwicklungen genau. Flugplaner führen regelmäßig Modellrechnungen durch. Damit sollen möglichen Turbulenzen oder Änderungen durch Windschub rechtzeitig begegnet werden.
Auch die Tourismusbranche reagierte bereits: Hotels auf der Ostseite von Big Island sowie an Mauis Küsten bei Hana und Pa‘ia informierten Gäste über die raue See. Sie empfahlen Alternativprogramme für den Fall, dass Behörden Strände schließen. Lokale Surfschulen bereiten sich darauf vor, den Unterricht bei zu hohen Wellen auszusetzen. Auch in Deutschland droht heute und morgen ein gefährlicher Unwetter-Mix. (Redaktion)