Wolfgang Morlang zog 2020 für die Bayernpartei in den Kreistag ein. Seitdem gehört er einer Ausschussgemeinschaft mit der FDP, ÖDP und FUW an. Das ändert sich nun.
Bad Tölz-Wolfratshausen Es gibt einen Wechsel im Kreistag. Wolfgang Morlang, Kreisrat der Bayernpartei, verlässt die Ausschussgemeinschaft mit der ÖDP, FDP und FUW und tritt der CSU-Fraktion bei. „Die Zusammenarbeit in der bisherigen Ausschussgemeinschaft war gut und konstruktiv. Im Laufe der letzten Jahre hat sich allerdings gezeigt, dass die Positionen der CSU am ehesten zu meinen politischen Überzeugungen passen“, sagt Morlang. Gerade bei Themen wie dem Umgang mit dem Wolf habe sich einfach gezeigt, dass es mit der CSU die größten Schnittmengen gebe, erklärt der Vorsitzende des Kreisjagdverbands Bad Tölz auf Anfrage. „Ich habe mich daher entschlossen, meine politische Arbeit dort fortzusetzen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“
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Fraktions-, aber kein Parteiwechsel
Mit einem Parteiwechsel ist der „Umzug“ erst einmal noch nicht verbunden. Wie es weitergeht, wird sich zeigen, denn Morlang, der seit 2020 im Kreistag sitzt, möchte bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder für ein Kreistagsmandat kandidieren. „Ich habe die Kreistagsarbeit sehr zu schätzen gelernt“, sagt er. Es seien „hochinteressante“ Themen und Aufgaben. Gerade auch mit der anstehenden Krankenhausfinanzierungsreform wolle er sein Fachwissen gerne weiter einbringen, erklärt der Chef der Tölzer AOK-Direktion und gelernte Krankenkassenfachwirt.
2020 kandidierte Morlang in Lenggries für das Bürgermeisteramt
Ob er auch erneut politische Ambitionen in seiner Heimatgemeinde Lenggries hegt, auch das wird sich zeigen. Wie berichtet, war Morlang im März 2020 bei der Bürgermeisterwahl für die Bayernpartei ins Rennen gegangen. Erst in der Stichwahl hatte er sich Markus Landthaler (FWG) beugen müssen. Bei der nach Landthalers überraschendem Tod notwendig gewordenen Nachwahl im September 2020 war Morlang dann nicht mehr angetreten.
Für die Ausschussgemeinschaft könnte der Austritt Morlangs Folgen haben. Gerade in den kleineren Fachausschüssen könnte es sein, dass sie kein Anrecht mehr auf einen Ausschusssitz hat. Beantworten konnte das Landratsamt die Anfrage am Montag nicht. Man sei gerade dabei, das zu klären, hieß es aus der Pressestelle. Mit dem Wechsel Morlangs wächst die CSU-Fraktion auf 22 Sitze (von 60) an.