Der TSV 1860 München trainiert aktuell in der Türkei. Eine wegweisende Entscheidung könnte im Testspiel fallen – wohl mit Auswirkungen für die 3. Liga.
München – Sonne, Palmen und Sorgen? Statt im Schneegestöber in München bereitet sich der TSV 1860 aktuell im milden Belek auf die Rückrunde der 3. Liga vor. Vor dem Drittliga-Restart gegen Rot-Weiss Essen steht neben intensiven Trainingsstunden auch ein Testspiel auf dem Plan.
Am 9. Januar spielt 1860 gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur. Dreimal 45 Minuten sind eingeplant und trotz der Ausfälle von sechs Spielern stehen Markus Kauczinski genügend Spieler zur Verfügung. Dem großen Kader sei Dank. Mit Siemen Voet reiste jetzt der 27. Löwen-Spieler ins Trainingslager.
Kauczinski hat bei 1860 München trotz Verletzungssorgen ein Überangebot
Im Tor dürfte Thomas Dähne stehen. Alternativ sind René Vollath, Miran Qela und Bayernliga-Keeper Stefan Musa mit angereist. Möglich, dass die Ersatzmänner angesichts der 135 Minuten etwas Spielzeit sammeln dürfen. Für die Dreierkette kommen gleich sieben Spieler infrage. Neben Sean Dulic, Max Reinthaler, Lasse Faßmann, Siemen Voet und Aushilfsverteidiger Kilian Jakob könnten auch die Langzeitverletzten Jesper Verlaat und Raphael Schifferl wieder erste Spielpraxis sammeln.
Auf den zwei Schienenpositionen waren Clemens Lippmann und Marvin Rittmüller im Verlauf der Saison die erste Wahl. Als Ersatz kommen Jakob, Manuel Pfeifer (aktuell nur im Kraftraum), Tim Danhof oder Rückkehrer Morris Schröter infrage. Sein letztes Pflichtspiel bestritt der 30-Jährige im Juli im Pokal. Spielpraxis außerhalb des Ligabetriebs wäre für Schröter deshalb wünschenswert. Schröter könnte aber auch in offensiverer Rolle auflaufen.
Probleme im Sturm? Mögliche 1860-Aufstellungen gegen Winterthur offenbaren Problemzone
Im zentralen Mittelfeld dürfte es am schwersten werden, für die 3. Liga zu planen – und auch beim Testspiel gegen Winterthur dürften Zuschauer genauer hinschauen. Mit Thore Jacobsen und Philipp Maier stehen nur zwei erprobte zentrale Mittelfeldspieler zur Verfügung. Jacobsen ist gegen Essen allerdings gesperrt.
Die Nachwuchstalente Samuel Althaus, Damjan Dordan und Loris Husic sind positionsgetreu der Ersatz in Belek. Traut Kauczinski auch einem Youngster den ersten Drittliga-Startelfeinsatz zu? Aktuell spricht wenig für einen Transfer im Mittelfeld. Ebenfalls eine Möglichkeit: Kauczinski könnte wie zuletzt im Pokal mit Volland und David Philipp für die Zentrale planen. Einen kompletten Systembruch schloss Kauczinski jedoch bereits aus.
Auf der Zehn ist Kevin Volland gesetzt. Alternativ dürfen sich Philipp, Maximilian Wolfram, Husic, Althaus oder Schröter Chancen im Offensivzentrum ausrechnen. Für den Sturm stehen neben Wolfram und Philipp nur Patrick Hobsch, Justin Steinkötter und Youngster Noah Klose bereit. Der 20-Jährige ist der Sohn von Weltmeister Miroslav Klose und durfte aufgrund seiner starken Leistungen in der Bayernliga – Top-Scorer bei den Junglöwen – mit in die Türkei reisen.
- Zwei mögliche Aufstellungen des TSV 1860 München gegen den FC Winterthur:
- Dähne – Voet, Reinthaler, Dulic – Lippmann, Jacobsen, Maier, Rittmüller – Volland – Philipp, Hobsch
- Vollath – Schifferl, Verlaat, Faßmann – Jakob, Althaus, Dordan, Danhof – Schröter – Wolfram, Steinkötter
- Alternativen: Husic (DM, ZM, OM), Klose (OM, ST), Qela (TW), Musa (TW)
- Mögliche Ausfälle: Pfeifer (LV, LM)