Provokanter Männerspruch: Nietzard scherzt erneut über Böller-Opfer

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Jette Nietzard provoziert erneut mit Silvester-Tweet über Böller-Verletzte. Diesmal im Fokus: der neue Wehrdienst. Was steckt dahinter?

Berlin – Zwei Tote in Bielefeld, ein 14-Jähriger verliert bei Rostock seine linke Hand, eine 16-Jährige in Leipzig den kleinen Finger und Teile des Ringfingers – die Silvesternacht 2025 forderte erneut schwere Opfer durch Böller-Unfälle. Während Rettungskräfte noch um das Leben der Verletzten kämpften, sorgte die ehemalige Grünen-Jugend-Sprecherin Jette Nietzard bereits mit einem zynischen Tweet für Empörung. Am Silvesterabend 2025 schrieb sie auf X: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten.“

Hat erneut an Silvester über Böller-Opfer ihre Witze gemacht: Jette Nietzard.
Hat erneut an Silvester über Böller-Opfer ihre Witze gemacht: Jette Nietzard. © Sebastian Gollnow/dpa

Der Beitrag knüpft bewusst an Nietzards umstrittene Äußerung vom vergangenen Jahr an, als sie nach der Silvesternacht 2024/25 getwittert hatte: „Männer, die beim Böllern eine Hand verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“ Damals folgte nach massiver Kritik aus der eigenen Partei eine Entschuldigung und die Löschung des Posts, wie der Spiegel berichtete.

Neuer Wehrdienst im Visier: Jette Nietzard provoziert wieder mit Silvester-Tweet

Mit ihrer aktuellen Silvester-Äußerung verlagert Nietzard nun den Fokus auf das neu eingeführte Wehrdienstgesetz. Ab Anfang 2026 erhalten alle 18-jährigen Männer und Frauen einen Fragebogen zur Erhebung ihrer Eignung und Motivation für die Bundeswehr. Während Männer diesen verpflichtend ausfüllen müssen, ist die Teilnahme für Frauen freiwillig.

Der Zeitpunkt ihrer Provokation sorgt wieder einmal für Aufsehen. Auch in diesem Jahr forderte das Feuerwerk zum Jahreswechsel wieder zahlreiche Verletzte und Tote. In Bielefeld starben zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik, ein 14-Jähriger verlor bei Rostock seine linke Hand durch einen explodierten Böller. In Leipzig verlor eine 16-Jährige den kleinen Finger und Teile des Ringfingers.

Am frühen Morgen gab es noch keinen Überblick gibt es, wie viele Menschen bundesweit verletzt wurden. Aber allein das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn meldete laut der Nachrichtenagentur dpa 25 Patienten „mit zum Teil schweren Handverletzungen mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand“. Und: „Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat.“ Es wurde mit steigenden Zahlen gerechnet.

Wehrdienst-Spruch sorgt bei X für unterschiedliche Reaktionen

Auf X erhielt Nietzards Post mehr als 130.000 Aufrufe und über 650 Kommentare, viele davon kritisch. Nietzard ist seit Oktober nicht mehr im Bundesvorstand der Grünen Jugend aktiv und arbeitet seit Dezember im Bundestagsbüro der Grünen-Abgeordneten Lena Gumnior. (Quellen: X, Spiegel, Welt, dpa) (jek)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/politik/provokanter-maennerspruch-nietzard-scherzt-erneut-ueber-boeller-opfer-zr-94104645.html