Landschaftsarchitektin stellt Freiflächenkonzept für neues Kinderhaus in Indersdorf vor
In Indersdorf entsteht bald das größte Bauprojekt der vergangenen Jahrzehnte: ein Kinderhaus für 13,5 Millionen Euro für 252 Kinder (wir haben ausführlich berichtet). In der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte Uta Gehrhardt vom gleichnamigen Büro für Landschaftsarchitektur den Kommunalpolitikern einen ersten Entwurf, wie der Außenbereich für die Anlage künftig aussehen soll.
Zur Erinnerung: Um dem gesetzlichen Anspruch für die Betreuung von Grundschulkindern ab 2026 gerecht zu werden, wird die Gemeinde auf dem derzeitigen großen Parkplatz am Haus für Kinder ein neues Kinderhaus errichten. Geplant ist ein vierstöckiges Gebäude für Kindergarten und Hort.
Bei der Präsentation im Gemeinderat ging Uta Gehrhardt auch detailliert auf das Thema ein, das Eltern mit am meisten interessieren dürfte: Parkplätze. Denn: Die derzeitigen 28 Parkplätze unterhalb des Haus für Kinder wird es nicht mehr geben. Dort spielen künftig die Kinder. Insgesamt finden sich laut Architektin um das Schulgelände derzeit 60 Parkplätze. Nach Umgestaltung und Neubau sollen es 69 sein. Um das zu realisieren, sollen die Parkflächen oberhalb des Schwimmbads von 16 auf 33 erweitert werden, vier weitere werden ganz in der Nähe geschaffen. 16 Plätze sind Altbestand und bleiben wie sie sind erhalten. Zudem entstehen weitere 16 Parkplätze ganz in der Nähe des neuen Kinderhauses, ungefähr dort, wo heute die große, 60 Jahre alte Eiche steht. Noch.
Das ist genau der springende Punkt, wie Uta Gehrhardt den Gemeinderäten in der Sitzung erklärte. Die Eiche an sich sei ein „schöner, gesunder, prägender Baum“, sagte Gerhard. Sie könne jedoch unmöglich erhalten werden, wenn an der geplanten Stelle die 16 neuen Parkplätze entstehen sollen. Eine andere Möglichkeit, die Parkplätze zu schaffen, ohne dabei die komplette Busspur umzubauen, gibt es nicht. Und letzteres würde zum einen Zeit und zum anderen Geld kosten.
Uta Gehrhardt erklärte den Gemeinderäten deshalb: „Wir plädieren deswegen dafür, die Eiche zu fällen – auch wenn‘s hart ist.“ Die Gemeinderäte sahen es genauso. „Bei so einem Bauprojekt muss man den Baum einfach opfern, um vernünftig arbeiten zu können“, sagte Landwirt Hans Lachner (CSU). Die Mehrheit war sich einig: Bei so einem Millionenprojekt müsse man das große Ganze im Blick haben. Zudem wird es Ersatzpflanzungen geben.
Für die Freiflächen plant Uta Gehrhardt, vor allem natürliche Materialien zu verwenden – in Kombination mit Spielgeräten – und wenig zu versiegeln. Es entstehen viele grüne Spielbereiche. Das Konzept ist eng mit den Haus-der-Kinder-Verantwortlichen abgesprochen.
Künftig, wenn alles fertig ist, soll alles wie ein Campus wirken. „Der Schulcampus wird mit einer Magistrale eingebunden, mit dem Ortskern soll es eine städtebauliche Verknüpfung geben“, erklärte Gehrhardt. Die Räte segneten das Konzept ab.