Bundespolizei zeigt „gefährliche Waffen“ nach Kontrollen – das Netz reagiert mit Spott

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Nach einem Schwerpunkteinsatz an Bahnhöfen präsentiert die Polizei „gefährliche Gegenstände“. Doch online hagelt es Kritik und Hohn.

Ein Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei an 36 Bahnhöfen sorgt für Diskussionen. Über 1.000 Beamte kontrollierten mehr als 11.000 Personen und beschlagnahmten zahlreiche Gegenstände. Darunter Messer, Pfeffersprays – und eine Bastelschere. Ein Foto der Funde wurde auf der Plattform X veröffentlicht und löste eine Welle von Kommentaren aus. Viele Nutzer machen sich über die Aktion lustig und stellen die Maßnahmen infrage.

Bundespolizei zeigt „Waffen“ nach Kontrollen – X-Nutzer reagieren mit Spott
Am Wochenende fand zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität ein Schwerpunkteinsatz mit rund 130 Beamten der Bundespolizei statt. © X/DPolGBPOLG

Vom 9. bis 12. Oktober führte die Bundespolizei einen groß angelegten Einsatz an Bahnhöfen durch. Ziel war die Bekämpfung von Gewaltkriminalität und das Sicherstellen gefährlicher Gegenstände. Erst letztes Wochenende wurde eine Frau in Dießen von Jugendlichen mit einem Messer bedroht. Die Bilanz: 230 Verfahren, darunter 60 wegen Gewaltdelikten und 20 wegen Waffenverstößen. Über 200 Gegenstände wurden beschlagnahmt. Das veröffentlichte Foto zeigt jedoch eine kuriose Mischung: Neben Messern und Pfeffersprays liegen eine Bastelschere, ein Schweizer Taschenmesser und ein einzelner Joint.

„Bastelschere und Joint“: Spott auf X

Die Kommentare unter dem Twitter-Beitrag der Bundespolizei sind vor allem kritisch und sarkastisch. Viele Nutzer machen sich über die präsentierten Objekte lustig, kritisieren die Beschlagnahmung von Pfeffersprays und hinterfragen die gesetzlichen Regelungen:

  • „Besonders gut gefallen mir die Bastelschere und der einzelne Joint. Da habt ihr uns ja gerade noch mal das Leben gerettet.“
  • „Lasst ihnen das Gras. Bekiffte stechen keine Leute ab.“
  • „Wollte da wieder ein Opi rechtswidrig einen Apfel schälen?“
  • „Lasst mich raten: Die Frauen, denen ihr das [Pfefferspray] abgenommen habt, sind euch danach dankbar um den Hals gefallen, oder?“
  • „Ein großer Gewinn für die innere Sicherheit, dass sich jetzt in diversen Frauenhandtaschen keine Pfeffersprays mehr befinden.“
  • „Ich darf an Bahnhöfen kein Schweizer Taschenmesser dabei haben? Ist das wirklich so? Die Klinge ist weder arretierbar, über 12 cm [noch] einhändig zu öffnen. Weshalb sollte das verboten sein?“
  • „Der gleiche Staat, der mich zum Dienst an der Waffe gezwungen hat, erlaubt es mir nicht, mit einem Taschenmesser Zug zu fahren. Das ist alles nur noch lächerlich.“

Die Bundespolizei verteidigt den Einsatz. Laut Pressemitteilung sei es notwendig, präventiv gegen potenzielle Gefahren vorzugehen. Doch die Diskussion zeigt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung solcher Maßnahmen ist. Während die Beamten betonen, dass es um die Sicherheit der Reisenden geht, sehen viele Bürger die Beschlagnahmung von Alltagsgegenständen wie Pfeffersprays oder Taschenmessern als überzogen an.

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