Autofahrer kassiert 55-Euro-Knöllchen vor eigener Garage und schäumt vor Wut: „Frechheit“

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Wer falsch parkt, der muss mit einem Bußgeld rechnen. Grenzfall-Einschätzungen, was „falsch“ bedeutet, verärgern regelmäßig Autofahrer. Der Bußgeldkatalog klärt auf.

Düren – Wer falsch parkt oder keinen passenden bezahlten Parkschein hat, dem droht bei Rückkehr zu seinem Auto gerne mal eine teure Überraschung. Und oft auch eine große Portion Ärger. Alleine in Ulm – die Rekordhalter-Stadt in Sachen Strafzetteln – wurden laut einer Bild-Statistik 2022 rund 1000 Knöllchen pro 1000 Einwohner ausgestellt. Ein Autofahrer in Düren war dagegen doch sehr überrascht, als er plötzlich ein Knöllchen erhielt, als er vor der eigenen Garage parkte. Wann also greift welches Bußgeld für Verkehrssünder?

Autofahrer sauer: Er bekam ein Knöllchen für Parken vor der eigenen Garage

Auf Facebook teilt ein Nutzer, dass er in kurzer Zeit gleich zwei Strafzettel in der Stadt Düren bekommen hat. Er teilt Fotos dazu, wie sein Wagen mit geöffneter Heckklappe vor seiner eigenen Garage steht. Dazu schreibt er wütend: „Wer vom Ordnungsamt ist für die Knöllchen zuständig? Der sollte auf jeden Fall noch mal eine Schulung machen. Es ist eine Frechheit. Vor zwei Monaten bekommen wir ein Knöllchen vor unserer eigenen Garage von 55 Euro. Und gestern parken wir auf einem Parkstreifen und bekommen eine Knolle von 20 Euro.“

In den Kommentaren finden viele Nutzer den Sachverhalt witzig. Eine Frau erzählt auch von Ähnlichem, das sie erlebt hat: „Das gleiche Problem hatte ich auch, habe vor der Garage geparkt.“

Falschparken vor der eigenen Garage? Bußgeldkatalog regelt, wie viel welcher Parkverstoß kostet

Aber was hat es mit den 55 Euro auf sich? Wer in welcher Höhe blechen muss, legt in Deutschland der offizielle Bußgeldkatalog fest. Städtische Ordnungshüter schätzen die Situation vor Ort ein und dokumentieren sie. Die Basis dafür ist eine lange Liste, die man online einsehen kann. Dort wird genau beschrieben, wie viel Geld welcher Park-Verstoß kostet. Am günstigsten kommt man mit zehn Euro in diesen Situationen weg:

  • Weniger als fünf Meter vor/hinter einer Kreu­zung oder Einmün­dung
  • Im Bereich von Grund­­­stücksein- und -aus­­fahrten
  • Vor einem abge­senkten Bord­stein
  • In verkehrs­beruh­igten Berei­chen außer­halb der gekenn­zeich­neten Park­flächen
  • Außerorts auf einer Vor­fahrts­straße
  • Über Schacht­­deckeln
  • Innerhalb der Grenz­mar­kie­rung für ein Park­ver­bot

Am teuersten dagegen ist es, wenn man in zweiter Reihe parkt und dabei eine Sachbeschädigung passiert. Dabei werden 110 Euro fällig und einen Punkt in Flensburg gibt es obendrauf. Da lohnt sich Falschparken also eher nicht.

Knöllchen vor eigener Garage: Der Knackpunkt ist der Gehweg

So gibt es auch zu den fälligen 55 Euro in dem Facebook-Beitrag eine einfache Erklärung, die auch die zweite Kommentatorin erklärt: „Da aber das Hinterteil vom Auto ein Stück rausguckte (ungefähr wie jetzt bei Ihnen auf dem Bild), musste ich die 55 Euro bezahlen und bekam leider auch kein Recht, denn ich habe ja den Fußgängerweg behindert. Das Auto muss komplett an die Garage ran oder in die Garage. War ich sauer!“.

Vor der eigenen Garage, aber halt auch auf dem Gehweg: Für diesen Park-Verstoß zahlt ein Autofahrer aus Düren 55 Euro.
Vor der eigenen Garage, aber halt auch auf dem Gehweg: Für diesen Park-Verstoß zahlt ein Autofahrer aus Düren 55 Euro. © Screenshot/Facebook

Im Bußgeldkatalog dazu: Wer auf einem Gehweg oder Radweg parkt, zahlt 55 Euro Strafe. Diese Einschätzung wurde in beiden Fällen offenbar getroffen, da der hintere Teil auf den Gehweg ragte, obwohl das Auto an sich vor der eigenen Garage stand. (jh)

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