In der Ferienregion Allgäu kam es zu einem Zugunglück. Ein mit 150 Fahrgästen besetzter Zug entgleiste. Die Folgen des Unglücks sind noch unabsehbar.
Füssen – Die Allgäuer Stadt Füssen ist wegen der Berge, Seen und vor allem des nahe gelegenen Schlosses Neuschwanstein weltberühmt. Doch Urlauber, die die Stadt am Lech mit dem Zug besuchen wollen, müssen derzeit die letzten Kilometer mit Ersatzbussen absolvieren.
An einer Weiche wurde der vollbesetzte Personenzug aus dem Gleis gehoben
Am Samstag (22. November) entgleiste ein mit 150 Fahrgästen besetzter Zug auf der Nahverkehrstrecke von Augsburg und München über Buchloe nach Füssen (Netz Ostallgäu-Lechfeld) ein Zug im Bereich Weizern-Hopferau im Ostallgäu. „Was im ersten Moment erschreckend klingt, bedeutet im konkreten Fall, dass ein Zug aus Richtung Augsburg kurz vor dem Bahnhof Weizern-Hopferau an einer Weiche mit den ersten beiden Achsen aus den Gleisen gesprungen ist“, erklärt die Bayerische Regiobahn (BRB), die die Strecke betreibt, in einer Pressemitteilung. „Wie dies geschehen konnte, wird derzeit noch geklärt“, heißt es weiter. Die 150 Fahrgäste, die bei dem Vorfall nicht verletzt wurden, wurden von den Einsatzkräften evakuiert und mit Bussen weiterbefördert werden. Es gab keine Verletzten.
Der Zug sollte nun am Sonntag wieder ins Gleis gesetzt, um die Strecke zu räumen. „Danach kann erst der entstandene Schaden begutachtet und eine Schätzung zur Dauer der Streckensperrung abgegeben werden“, so die BRB weiter. Dies bedeutet, dass ein eingerichteter Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen zwischen Marktoberdorf und Füssen bis auf Weiteres bestehen bleibe. „Das betrifft insbesondere auch den Schüler- und Pendlerverkehr ab Montag“, heißt es weiter. Allerdings betrifft das auch Urlauber, die mit dem Zug in die Ferienstadt Füssen fahren wollen, in deren Nachbarort Schwangau das weltberühmte Schloss Neuschwanstein liegt. Fahrgäste werden von der BRB gebeten, sich vor Fahrtantritt über die Website der BRB zu informieren.
Zugentgleisungen können dramatische Folgen haben - bei Garmisch-Partenkirchen gab es Tote
Zur ausführlichen und zuggenauen Information in Echtzeit können auf Facebook die „BRB Störungsinfo“ sowie die WhatsApp-Kanäle der BRB genutzt werden. Die Lagepläne aller SEV-Haltestellen finden die Fahrgäste unter www.bahnhof.de.
Erst am Freitag war im Frankenwald ein Zug entgleist. Auch hier gab es keine Verletzten. Folgenschwer war allerdings der Zugunfall bei Burgrain am 3. Juni 2022, bei dem fünf Menschen bei einer Entgleisung ums Leben kamen. Hier stehen derzeit mehrere Verantwortliche vor Gericht.