Im ZDF steht nach der Ausstrahlung der Sendung „Schlagabtausch“ ein potenzieller Skandal im Raum. Der Verdacht: Die Auswahl des Publikums sei zugunsten der Linken und Grünen manipuliert worden, um die Stimmung in der Sendung zu beeinflussen. Dieser Verdacht wird von einem ZDF-Mitarbeiter sogar bestätigt. In der Sendung diskutierten Vertreter verschiedener Parteien über die Bundestagswahl 2025. Unter anderem waren Christian Lindner (FDP), Sahra Wagenknecht (BSW), Alexander Dobrindt (CSU), Felix Banaszak (Grüne), Tino Chrupalla (AfD) und Jan van Aken (Linke) zu Gast.
ZDF-Korrespondent offenbart: „Es war so gesehen nicht wirklich repräsentativ“
Schon bei der Begrüßung der Teilnehmer fielen Auffälligkeiten auf: Im Saal wurde nur bei Felix Banaszak von den Grünen und Jan van Aken von der Linken kräftig geklatscht. Während der Sendung setzten sich die Sympathie-Bekundungen der Zuschauer in Richtung der Grünen und Linken fort. In einer Analyse der Sendung im „heute journal up:date“ räumte ZDF-Korrespondent Dominik Rzepka ein, dass das Publikum nicht neutral war. Er erklärte, dass viele Zuschauer von den Berliner Universitäten HU und FU kamen, die als politisch links gelten. „Es war so gesehen nicht wirklich repräsentativ“, so Rzepka. Er erklärte weiter, dass das Publikum „relativ viele Zuschauer“ von diesen Universitäten umfasst habe, die „extra angeschrieben und eingeladen wurden“.
CDU-Politiker reagiert empört: „Merkt ihr noch was? So macht ihr die AfD erst richtig groß"
Das bedeutet, dass das ZDF in dieser Sendung offenbar Zuschauer bevorzugt hat, die politische Sympathien für die Grünen und Linken hegen. Diese Vorgehensweise lässt den Verdacht aufkommen, dass das ZDF versuchte, eine bestimmte politische Stimmung zu erzeugen. Jan-Marco Luczak, CDU-Politiker, reagierte empört und kritisierte das ZDF scharf. Auf der Plattform X äußerte er: „Merkt ihr noch was? So macht ihr die AfD erst richtig groß.“ Für Luczak sei es eine Verletzung der Neutralität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wenn einseitig politisch orientierte Zuschauer in eine Wahlsendung eingeladen würden.
FDP-Mann Kubicki tobt gegen ÖRR
Auch andere Nutzer im Netz reagierten kritisch auf das vermeintlich parteiische Publikum. Einige bezeichneten die Sendung als „Tiefpunkt des Wahlkampfs“, während andere von einer „linken Shitshow“ sprachen. FDP-Politiker Wolfgang Kubicki äußerte ebenfalls Unmut und forderte eine Erklärung vom ZDF.
In einem Statement erklärte er gegenüber „Bild“: „Ich fordere das ZDF auf, sich zur linken Publikumsauswahl in der Sendung ‚Schlagabtausch‘ zu erklären. Es ist offensichtlich, dass Grüne und Linke ihre Claqueure zielgerichtet in diese Sendung geschleust haben, um das Meinungsbild der Fernsehzuschauer zu beeinflussen.“
Kubicki betonte, dass eine derartige Beeinflussung im Wahlkampf nicht hinnehmbar sei. Er fügte hinzu: „Wenn dann in der weiteren Berichterstattung des ÖRR, zum Beispiel im Deutschlandfunk, dieses schiefe Applausbild einfach ohne Einordnung eingespielt wird, wirkt diese Form der Beeinflussung.“
ZDF widerspricht eigenem Reporter teilweise
Auf eine Anfrage der „Bild“ antwortete das ZDF zunächst ausweichend und widersprach teilweise dem eigenen Reporter. Ein Sprecher des Senders erklärte, dass sich interessierte Bürger für die Sendung hätten bewerben können, und es insgesamt 127 Zuschauer zu Gast waren. Die Redaktion habe während der Sendung keinen Einfluss auf die Reaktionen des Publikums genommen.
Das ZDF bedauerte jedoch, dass es im Verlauf der Sendung zu einseitigen Reaktionen gekommen sei. „Bei solchen Sendungen ohne direkte Publikumsbeteiligung ergibt sich daraus in der Regel eine ausgewogene Verteilung“, hieß es weiter. Die politische Einstellung der Zuschauer sei bei der Auswahl nicht abgefragt worden.