„Dosierampel“ im Einsatz: Österreich bremst deutsche Urlauber an Alpen-Pass aus

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Deutschen Urlaubern drohen demnächst lange Staus am Achenpass. Tirol setzt auf der beliebten Maut-Umgehungsroute eine sogenannte „Dosierampel“ ein.

München – Wer demnächst an einem Samstagmorgen über den Achenpass ins Zillertal fahren will, braucht jetzt starke Nerven. Was als Pilotversuch begann, führt Tirol auch in dieser Wintersaison konsequent fort: Eine sogenannte Dosierampel bei Achenkirch bremst an bestimmten Terminen Urlauber aus, die über die beliebte Maut-Ausweichroute in die Skigebiete fahren.

Die Anwohner am Achensee sollen durch die Dosierampel vom Verkehr entlastet werden – für Urlauber bedeutet dies meist lange Staus. © Angelika Warmuth/dpa

Die Maßnahme soll die Anwohner entlang der Achenseestraße (B181) vom Verkehr entlasten und die Versorgungssicherheit in den umliegenden Gemeinden gewährleisten, so das Land Tirol. Bis zu 16.500 Fahrzeuge täglich passieren die Straße an verkehrsintensiven Wochenenden. An Hauptreisetagen entstehen regelmäßig kilometerlange Staus, die das Leben der Einheimischen erheblich beeinträchtigen. Laut ADAC setzen die Tiroler deshalb auf die abschreckende Wirkung der Dosierampel. Sie hoffen, dass möglichst viele Urlauber künftig die Strecke über die A8 München – Salzburg und anschließend durch das Inntal über Kufstein – die bayerische A93 Inntaldreieck – Kufstein und österreichische Inntal-Autobahn A12 nehmen.

Dosierampel am Achensee: Diese Termine stehen schon fest

Für 2026 stehen bereits die ersten Termine für den Einsatz der Dosierampel fest: Am 14. und 21. Februar – wobei weitere Termine kurzfristig festgelegt werden können. Laut ADAC ist beispielsweise auch am Ostersamstag, 5. April 2026, mit dem Einsatz der Ampel zu rechnen. Allerdings bremst die Dosierampel den Verkehr nur Richtung Süden – die Rückreiseroute ist nicht betroffen. Betrieben wird die Dosierampel zwischen 8 und 19 Uhr.

Die Dosierampel befindet sich nördlich von Achenkirch, etwa sieben Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Die Ampelschaltung erfolgt bedarfsgerecht je nach Verkehrsaufkommen: Bei starkem Verkehr wird die Ampel auf Rot geschaltet, um den Verkehr zu bremsen. Bei geringerem Verkehrsaufkommen wird die Ampel auf Grün gesetzt, um den Verkehrsfluss zu verbessern. (Quellen: ADAC, Land Tirol, eigene Recherche) (sop)

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