Die Vereinigten Staaten haben begonnen, venezolanisches Rohöl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Laut „Bloomberg“ könnte dieser Schritt die USA zu einem der mächtigsten Ölakteure weltweit machen.
Das Energieministerium erklärte in einer Mitteilung, man habe „die führenden Rohstoffhändler der Welt und wichtige Banken eingebunden, um den Verkauf von Rohöl und Ölprodukten umzusetzen und finanziell zu unterstützen.“
Trump will Venezuela wieder aufbauen
Der Verkauf des Öls kommt nach der Entscheidung der US-Regierung, die zukünftigen Ölgeschäfte Venezuelas zu kontrollieren. Laut „Bloomberg“ hat Präsident Donald Trump angekündigt, dass US-Unternehmen wie Chevron, ConocoPhillips und Exxon Mobil die Infrastruktur des Landes erneuern und die Produktion wiederbeleben sollen. Die Kosten für dieses Vorhaben werden auf etwa zehn Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt – und das über einen Zeitraum von zehn Jahren.
Sanktionen werden gelockert
Um den Handel mit venezolanischem Öl zu ermöglichen, hat das Energieministerium sogar einige Sanktionen aufgehoben. Laut „Bloomberg“ dürfen nun bestimmte Ölprodukte transportiert und verkauft werden. Zudem ist der Import von ausgewähltem Equipment für die Ölförderung sowie von Ersatzteilen und Dienstleistungen erlaubt.
Gespräche mit Venezuela laufen
Die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) bestätigte, dass sie mit Washington über den Verkauf von Rohöl verhandelt. Nun soll ein Rahmen geschaffen werden, der dem bestehenden Abkommen mit Chevron ähnelt. Chevron ist derzeit das einzige große US-Ölunternehmen, das noch in Venezuela tätig ist.