„In 72 Stunden die Welt ein Stück besser machen“: Das haben Kinder und Jugendliche der Malteser und Wasserwacht Kaufering am Wochenende getan - und zehn Ratschbankerl aufgestellt.
Kaufering – Bei der 72h-Aktion am vergangenen Wochenende haben Wasserwacht- und Malteserjugend Kaufering mit 30 Kindern und 15 ehrenamtlichen Helfern Bänke für Kaufering gebaut. Die sechs- bis 17-jährigen Kinder haben gehämmert, gesägt und geschraubt, was das Zeug hält – das Ergebnis spricht für sich: Kaufering hat jetzt zehn neue, bunte Ratschbankerl.
Ratschbankerl für Kaufering in 72 Stunden: Tipps von den Senioren
Platz nehmen, „Servus“ sagen, ins Gespräch kommen: Eine Parkbank macht‘s möglich. Wo Begegnungsorte im öffentlichen Raum fehlen, werden Menschen oft isoliert, vor allem im Alter. Mit den Bänken sollen Menschen jedes Alters zusammengebracht werden. Die Bank als Symbol für ein spontanes Pläuschchen soll soziale oder sprachliche Barrieren überwinden und Hemmungen abbauen – um aus Gesprächen Freundschaften wachsen lassen. Zudem sollen die Bänke für das Thema Einsamkeit sensibilisieren. Genug Argumente für die Kinder und Jugendlichen der Wasserwacht und Malteser, neue Ratschbankerl in Kaufering zu bauen. Unterstützt wurden sie beim Kochen von Senioren aus Kaufering– die den ‚Junghandwerkern‘ aber auch praktische Baut-Tipps geben konnten.
„Am besten erkennt man unsere Bänke daran, dass sie bunt sind“, sagt die Jugendleitungen der Organisationen. Zudem haben alle Bänke ein Schild, das das Konzept erklärt. Gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und der Quartiersmanagerin Constanze Knapp sowie Bürgermeister Thomas Salzberger haben sich Wasserwacht und Malteser für folgende Orte entschieden: Pauluskirche Kaufering, Friedhof an der Maximilianstraße, Fuggerplatz, Seniorenstift, Donnersberger Straße. Kolpingstraße, Rudersteg in der Landrat-Müller-Hahl Straße, St. Johannes Kirche, Friedhof am Schleifweg – und eine Ban am Rathaus, wo noch weitere Projekte mit Bürgermeister Salzberger stattfinden sollen. Am Ende der 72 Stunden wurden die Bänke feierlich an die Gemeinde übergeben. Alle Sponsoren, Helfer und auch der Bürgermeister konnten gleich mal ‚Proberatschen‘.
Jetzt können die Bänke genutzt werden. Die Organisatoren hoffen, dass die Bänke noch lange in ihrer ursprünglichen Buntheit strahlen dürfen. „In den Bänken steckt zu hundert Prozent ehrenamtliche Handarbeit, Herzblut, und der Wille etwas Tolles für alle zu schaffen“, fasst Isabel Wildner von der Wasserwacht Kaufering zusammen. Und natürlich erhofften sich die Bänkebauer, „dass die Ratschbankerl ihrem Namen alle Ehre machen und sie in Zukunft viel genutzt werden“.
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