Jetzt werden Unterschriften gesammelt: Bürger machen gegen B2-Verlegung mobil

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Mit einer Karikatur kämpfen sie für den Verbleib der B2 in der Innenstadt: (v.l.) Wolfgang Hoffmann, Georg Stockinger, Claus-Peter Bahner, Ilona Grießhammer, Markus Droth und Eugen Sollinger. © Ingrid Zeilinger

Brucker Bürger machen mobil gegen die geplante Umwidmung der B2. Sie haben eine Initiative gegründet und sammeln Unterschriften für einen Bürgerentscheid.

Fürstenfeldbruck - Ende Mai hat sich der Stadtrat für die Umwidmung der B2 auf die Oskar-von-Miller- und äußere Schöngeisinger Straße ausgesprochen. Im Gegenzug wird die Münchner- und Augsburger Straße samt Amperbrücke zur Gemeindestraße – und die Stadt hätte die Hoheit darüber. Die denkmalgeschützte Amperbrücke würde nicht neu gebaut und könnte saniert werden

Doch gegen diese Lösung regt sich Widerstand. Mit Unterstützung der Freien Wähler haben sich zwölf Brucker zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. „Wir waren dafür, dass die Bürger mitreden können“, erklärt Fraktionsvorsitzender Markus Droth.

B2-Entscheid: Der dritte Amperübergang

Mit der Umwidmung seien alle richtigen Lösungen und ein dritter Amperübergang vom Tisch, sagt Claus-Peter Bahner. „Und die Stadt muss die Kosten für die Sanierung der Amperbrücke tragen.“ Ein Neubau sei zwei Meter breiter, sicherer auch für Radfahrer und tauglich für E-Busse. Und den Schwerlastverkehr könne man trotz aufgehobener Tonnagebeschränkung durch den Radius der Schleppkurve vor dem Rathaus begrenzen, ergänzt Droth. Dass der damalige OB Klaus Pleil die Brücke unter Denkmalschutz habe stellen lassen, könne er nicht mittragen, sagt Eugen Sollinger. „Es muss eine Verkehrspolitik für die Bürger betrieben werden, die ihren Namen verdient.“

B2-Entscheid: Nicht am Tag der Kommunalwahl

Die Bürger fürchten durch eine Umwidmung der B2 eine Verlagerung des Verkehrs in andere Stadtteile, vorrangig den Brucker Westen. „Die Lkw kürzen jetzt schon ab und fahren über die Rothschwaiger Straße“, sagt Wolfgang Hoffmann. Die B2 würde dann am Veranstaltungsforum im Kloster Fürstenfeld vorbeiführen. Da müsse man noch eine Frage klären, so Droth: „Ist es zulässig, dass eine Bundesstraße an einem der 100 wichtigsten Baudenkmäler vorbeiführt?“

„Die Bürger sollen sich überlegen, ob der Erhalt der Brücke die Verlegung wert ist“, sagt Ilona Grießhammer. Um die 2000 Unterschriften muss die Initiative sammeln. Im Oktober oder November soll der Stadtrat die Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens zur B2 beschließen. Dann könnten die Bürger im Dezember oder Januar an die Urnen treten.

Vom ursprünglichen Plan eines Entscheids am Tag der Kommunalwahl musste man abrücken. Denn das Gemeinde- und Landkreiswahlgesetz besagt, dass am Tag einer Gemeinde- oder Landkreiswahl keine sonstigen Abstimmungen durchgeführt werden dürfen. Denn dann würden sich die Bewerber zu den Themen des Bürgerentscheids positionieren. Kontakt zur Initiative per E-Mail an verbleib.b2@gmail.com.

Die Fragestellung

In Abstimmung mit Rathaus-Jurist und Kommunalaufsicht haben die Initiatoren eine Fragestellung formuliert: „Sind Sie dafür, dass die Stadt Fürstenfeldbruck alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um die Umwidmung der kommunalen Straße Oskar-von-Miller-Straße und Äußere Schöngeisinger Straße in eine Bundesstraße zu verhindern und damit zukünftig keine kommunalen Finanzmittel für die Sanierung der Amperbrücke in der Innenstadt aufwendet?“

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