Thermen-Feeling im Dorfener Freibad: Das Wasser ist heuer besonders warm – Badesaison verlängert

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Akrobatische Sprünge ins 30 Grad warme Wasser können die Badegäste heuer noch eine Woche länger wagen. © Weingartner

Die Dorfener können sich auf eine weitere Woche Badespaß freuen: Die Stadt hat die Freibad-Saison um eine Woche, bis einschließlich 15. September, verlängert. Es war eine gute Saison, zieht Bauamtsleiter Franz Wandinger Bilanz. „Wir hatten fünf Spitzentage mit bis zu 1856 Besuchern.“

Dorfen – Von wegen kühles Nass – gut 30 Grad beträgt derzeit die Temperatur im Becken des Dorfener Freibads, damit ist das Wasser wärmer als aktuell an der Mittelmeer-Küste in Italien oder Kroatien. Das liege an der Abwärme der Eismaschinen im ESC-Stadion, erklärt Bauamtsleiter Franz Wandinger. Hinzu kam die intensive Sonneneinstrahlung der vergangenen Wochen, sodass sich das Badewasser stärker aufgeheizt habe als in den Vorjahren.

„Wenn es technisch möglich ist, versuchen wir die Temperatur zu drosseln.“ Manche Besucher klagen sogar schon über Kreislaufprobleme wegen des zu warmen Wassers. „Nach zwei Bahnen war es mir so heiß, dass ich sofort wieder raus musste. Sportlich schwimmen geht gar nicht“, erzählt die Dorfenerin Brigitte Fischer.

Hohe Temperaturen konnten Schwimmer dennoch nicht abhalten, gerade in den Morgen- und Abendstunden tummeln sich nach wie vor die Badegäste im Bassin und auf der Liegewiese. „Wir haben heuer 40 Saisonkarten mehr verkauft“, sagt Wandinger. Stand 3. September haben 61 562 Badegäste das Freibad besucht, 3108 weniger als im Vorjahr.

Die städtische Einrichtung wurde heuer allerdings erst am 18. Mai aufgesperrt statt wie üblich zu Beginn des Monats. Auch verkürzten sich die Öffnungszeiten um eine Stunde.

Am Beckenrand stand heuer erstmals ein externer Bademeister. Die Besucher waren hochzufrieden mit dem Interimsbetriebsleiter, er habe das „Bad tipptopp in Schuss gehalten“, erklärt Georg Eberle, Freibad-Experte und Schwiegersohn des ersten Dorfener Bademeisters Kurt Postler, stellvertretend für die Stammgäste. Den Dienstleiter hatte die Stadt angeheuert, weil die städtische Bademeisterin im Mutterschutz ist. „Nach jetzigem Stand wird er in der kommenden Saison wieder bei uns beschäftigt“, sagt Wandinger.

Die Plane im Becken müsse in diesem Jahr noch nicht erneuert werden, zählt der Bauamtsleiter einen weiteren positiven Aspekt auf. Die Generalsanierung hätte um die 400 000 Euro gekostet.

Dass das Freibad eine Woche in die Verlängerung geht, finden besonders die Eltern gut, weiß Sebastian Kronseder: „Das ist die erste Schulwoche, da können sich die Buben nochmal alle treffen“, meint der Vater, dessen Sohn in die fünfte Klasse kommt. „Jetzt gehen alle ja in weiterführende Schulen, da werden die Freunde schon auseinandergerissen.“ Und seine Frau Jana Jäckl fügt an: „Nächste Woche ist die Lufttemperatur deutlich kühler – da haben wir im heißen Wasser dann sogar Thermalbad-Feeling.“

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