Tatverdächtiger festgenommen: 82-jähriger Unterdießener enttarnt Schockanrufer

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In Unterdießen kann die Geldübergabe verhindert werden, ein Verdächtiger wird festgenommen. ein Landsberger verliert hingegen bei einem Schickanruf 20.000 Euro. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Schockanruferwelle am gestrigen Donnerstag in Landsberg: Ein 82-jähriger Rentner hat am gestrigen Donnerstag in Unterdießen einen Schockanrufer enttarnt. Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen festnehmen. In Landsberg verliert ein 58-Jähriger 20.000 Euro.

Unterdießen - Gegen 22.20 Uhr wurde ein 82-jähriger Rentner in Unterdießen von einem angeblichen Polizisten angerufen. Dieser behauptete, der Sohn des Rentners habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und könne nur durch Zahlung einer Kaution einer Haftstrafe entgehen. Der Unterdießener durchschaute den Schwindel aber laut Polizeiministerium Oberbayern Nord sofort und informierte vom Schonanrufer unbemerkt parallel dazu die ‚echte Polizei‘.

Schockanruf in Unterdießen: Tatverdächter kann festgenommen werden

Der 82-Jährige gab vor, auf die Forderungen einzugehen und fuhr, von Zivilkräften der Polizei begleitet, an den vom Betrüger genannten Übergabeort. An der Dorfstraße traf er auf eine weibliche Person, die die Kaution in Empfang nehmen sollte. Während der Übergabe versuchte der Rentner, die Tatverdächtige festzuhalten, woraufhin diese zu Fuß flüchtete. Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung in der Nähe des Übergabeortes konnte ein weiterer Tatverdächtiger, ein 37-jähriger Ukrainer, der in seinem Pkw auf die Abholerin wartete, angehalten und festgenommen werden, informiert das Polizeipräsidium.

Der 37-Jährige wurde am Freitag, 18. Oktober, einem Ermittlungsrichter am zuständigen Amtsgericht vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Der Tatverdächtige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck übernimmt die weiteren Ermittlungen. Die bislang unbekannte weibliche Tatverdächtige ist weiterhin flüchtig.

In Landsberg konnten Betrüger hingegen rund 20.000 Euro per Schickanruf erbeuten. Geschädigter war hier ein 58-Jähriger, der gegen 14.30 Uhr angerufen wurde. Auch ihm wurde die Geschichte erzählt, dass sein Sohn einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine Kaution fällig wäre. Der Landsberger glaubte den Betrügern und übergab gegen 17 Uhr an der Adolph-Kolping-Straße 20.000 Euro an eine weibliche Abholerin.

Die Kriminalpolizei gibt folgende Verhaltenstipps:

Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienste finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagnen LEG AUF!“ und „Lösch das!“.

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