Ein Fahrgast hat kein Ticket und attackiert einen Zugbegleiter bei der Kontrolle. Er wird schwer verletzt. Jetzt ist der Mitarbeiter der Deutschen Bahn verstorben.
Landstuhl – Ein 36-jähriger Zugbegleiter ist bei einer Fahrkartenkontrolle kurz nach dem Bahnhof Landstuhl im Kreis Kaiserslautern angegriffen worden. Jetzt ist der Mann an seinen Verletzungen gestorben. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken am Mittwoch (4. Februar). Die Deutsche Bahn schreibt: „Wir alle bei der Deutsche Bahn verurteilen aufs Schärfste diesen schrecklichen Gewaltexzess und den völlig sinnlosen Tod des Kollegen. Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum kommt es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen“, erklärte die Vorstandschefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla.
Nach bisherigen Ermittlungen kontrollierte der Zugbegleiter am Montag (2. Februar) einen 26-jährigen Bahn-Reisenden, der keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnte. „Als der Mann deswegen des Zuges verwiesen werden sollte, griff er den Bediensteten unvermittelt an“, gab die Polizei in einer Mitteilung bekannt.
„Auf brutalste Weise angegriffen“: Zugbegleiter bei Kontrolle von Schwarzfahrer totgeprügelt
Dabei wurde der Zugbegleiter lebensbedrohlich verletzt und musste im Zug reanimiert werden. Später starb der 36-Jährige an den Folgen seiner Verletzungen. Der Mann sei durch Faustschläge gegen den Kopf schwer verletzt worden und am Mittwochmorgen im Krankenhaus gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit. Die Obduktion soll noch am Mittwoch stattfinden.
Der 26-jährige Tatverdächtige wurde vor Ort festgenommen. Gegen ihn erließ das Amtsgericht Zweibrücken am Dienstagabend (3. Februar) einen Haftbefehl. Zu diesem Zeitpunkt war ihm noch versuchter Totschlag vorgeworfen worden. „Der Kollege hat nur seinen Job gemacht und ist dabei auf brutalste Weise angegriffen worden“, schrieb Bahn-Vorstandschefin Palla bei LinkedIn. Demnach soll ein Bundeswehrsoldat noch im Zug erste Hilfe geleistet haben.
Immer wieder werden Bahn-Mitarbeiter bei der Arbeit angegriffen. Im vergangenen November war ein Gerichtsvollzieher bei der Arbeit getötet worden. (Quellen: Staatsanwaltschaft Zweibrücken, Polizeipräsidium Westpfalz, dpa)