Nach 40 Jahren im Job bleibt der Rentnerin nur Altersarmut – „Wofür habe ich gearbeitet?“

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Für viele Rentner in Deutschland stehen die Finanzen im Alter nicht sonderlich gut. (Symbolbild) ©  IMAGO / Ralph Peters

Eine 75-Jährige zeigt in „Armes Deutschland“, was wenig Rente im Alltag bedeutet, und stellt eine brisante Frage ins Rampenlicht.

Für viele Menschen in Deutschland ist der Ruhestand nicht das, was sie sich einst erträumt haben. Obwohl jahrzehntelang gearbeitet, reicht das Geld kaum für die wichtigsten Dinge. In der TV-Doku „Armes Deutschland“ gewährt Rentnerin Waltraud Einblick in ihre schwierige Lebenssituation.

Waltraud lebt laut eigener Aussage von nur 536 Euro im Monat. Sie hat jahrelang als Verkäuferin und Krankenschwester gearbeitet, ist Lkw gefahren und war auch nachts als Taxifahrerin im Einsatz. Trotzdem kommt sie mit ihrer Rente kaum über die Runden. Nach Abzug der Kosten bleiben ihr laut eigenen Angaben etwa 280 Euro – eine Summe, mit der viele alltägliche Ausgaben kaum zu stemmen sind.

Rentnerin Waltraud aus Ludwigshafen: 40 Jahre gearbeitet und am Ende bleibt kaum Geld übrig

Im Gespräch mit der Doku-Macherin wird deutlich, wie schwer der Alltag wirklich ist. Trotz drei erwachsener Kinder musste sie immer berufstätig bleiben und erwartet hätte sie, im Alter abgesichert zu sein. Die gebürtige Ludwigshafenerin fragt sich offen: „Wofür habe ich gearbeitet?“ Unterstützung vom Jobcenter gibt es für sie nicht, und die Enttäuschung darüber sitzt tief.

Fachleute wie Sozialverbände, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, Forschende am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) oder die Deutsche Rentenversicherung warnen seit Jahren vor wachsender Altersarmut in Deutschland – besonders bei Beschäftigten mit häufigen Erwerbsunterbrechungen oder niedrigen Löhnen. Selbst wer ein ganzes Arbeitsleben lang eingezahlt hat, ist vor Altersarmut nicht geschützt.

Die RTLZWEI-Dokumentation „Armes Deutschland“, abrufbar auf RTL+, zeigt Waltrauds Alltag ungeschönt. Ihre Situation ist dabei nur ein Beispiel für viele. Die Sendung verweist auf ähnliche Schicksale und regt an, die Rentenpolitik zu überdenken. Übrigens: Speziell Rentner in Ostdeutschland und Frauen erhalten laut Statistik überdurchschnittlich oft eine niedrige Rente.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/verbraucher/buergergeld-und-rente-75-jaehrige-kaempft-in-doku-mit-altersarmut-94174723.html