Die Stadt geht an einer Tram-Haltestelle in der Dachauer Straße rigoros gegen aggressive Pöbler und Betrunkene vor – und zieht ein Projekt gleich ein Jahr vor.
München – Die städtische „Taskforce Bahnhofsviertel“ räumt auf: An der Tramhaltestelle Hauptbahnhof Nord am Anfang der Dachauer Straße bepöbelten Betrunkene und Junkies jahrelang Fahrgäste und Kunden der umliegenden Restaurants – es geschah wenig.
Jetzt hat die Taskforce unter der Leitung des Kreisverwaltungsreferats (KVR) reagiert: Laut MVG-Sprecher Maximilian Kaltner „wurden die Sitzgelegenheiten an der Haltestelle abgebaut“. Der Grund: „Die Fahrgäste konnten die Sitzplätze häufig nicht nutzen, weil sie von Personen belagert wurden, die dort Alkohol konsumiert, sich lautstark gestritten sowie Verschmutzungen und Müll hinterlassen haben.“
Marsstraße in München: Stadt baut neue Toilette – ein Jahr früher als geplant
Auch im Bereich hinter dem Tram-Halt schafft die Stadt München mehr Ordnung: Dort machten sich immer wieder Junkies breit, viele erledigten ihre kleinen und größeren Geschäfte an Bäumen oder auf der Terrasse eines Lokals (tz berichtete).
Jetzt wird auf dem Platz zwischen Elisenstraße, Dachauer Straße und Luisenstraße eine öffentliche Toilette gebaut. Sie soll laut KVR-Sprecherin Beate Winterer im März eröffnen – „rund ein Jahr früher als geplant“.
Um Platz für die öffentliche Toilette zu schaffen und auch optisch für mehr Sicherheit zu sorgen, hat die Stadt an der Stelle auch eine Wertstoffinsel und einen Gemüsestand versetzt sowie mehrere Fahrradständer neu angeordnet, sagt das KVR auf Anfrage unserer Redaktion. Folge: „Der Platz wirkt künftig aufgeräumter und übersichtlicher“, sagt Winterer. Fußgänger sollen auf dem Gehweg mit diesen Maßnahmen in Zukunft auch mehr Platz bekommen.