Dennis Schröder wurde in seiner Heimatstadt Braunschweig feierlich empfangen. Im Rahmen der Ehrung gab es einige emotionale Überraschungen für den Basketball-Star.
Braunschweig – In einem emotionalen Moment enthüllte Basketball-Europameister Dennis Schröder persönlich den Schriftzug „Dennis-Schröder-Halle“ an seiner ehemaligen Schulsporthalle der integrierten Gesamtschule Franzsches Feld. Sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen sagte der 32-Jährige: „Ich bin sehr emotional und habe geweint, das passiert nicht so oft.“ Besonders rührend: Ein Kinderchor hatte ihn mit der Ballade „7 years“ zu Tränen gerührt, während sein Sohn Dennis Malick Jr. neben ihm saß.
„Du bist der erfolgreichste Sportler, den unsere Stadt je hervorgebracht hat und einer der besten deutschen Basketballer“, würdigte Oberbürgermeister Thorsten Kornblum den NBA-Star mit bewegenden Worten. „Du bist ein sehr besonderer Mensch für Braunschweig, du bist ein Löwe.“ Die Stadt ehrt Schröder nicht nur für seine spektakulären Erfolge wie WM-Gold 2023 und den frischen EM-Triumph, sondern auch für sein unermüdliches Engagement in der Heimat.
Rückkehr nach Braunschweig geplant
Der Sacramento Kings-Spieler hat große Pläne für seine Heimatstadt: Er kündigte den Bau einer eigenen Schule in Braunschweig an und ist seit 2020 alleiniger Gesellschafter der Löwen Braunschweig. Sein größter Traum aber ist es, nach seiner NBA-Karriere als aktiver Spieler die erste deutsche Meisterschaft mit den Löwen zu gewinnen. „Das ist ein großer Ansporn für mich“, betonte der ehemalige Braunschweiger, der von 2004 bis 2013 in der Stadt aktiv war.
Nach dem emotionalen Schulempfang folgten Feierlichkeiten im Rathaus mit hunderten Fans. Dort verkündete Kornblum eine besondere Überraschung: Er will dem Stadtrat Schröders Ernennung zum Ehrenbürger vorschlagen. Am Samstag (27. September) wird der DBB-Kapitän beim Liga-Auftakt seiner Löwen gegen Bamberg vor Ort die Daumen drücken - natürlich mit dem glänzenden EM-Pokal im Gepäck.
Schröder hat bereits konkrete Pläne für seine Rückkehr nach Braunschweig: Auch Nationalmannschafts-Kollege Daniel Theis, der schon früher Seite an Seite mit ihm in Braunschweig gespielt hatte, soll mit an Bord. „Den nehme ich mit dazu, jetzt hat er keine andere Wahl mehr. Schauen wir mal, wen wir noch so von der Nationalmannschaft holen können“, scherzte Schröder.
Zeit hat er genug: Bis er 40 Jahre alt ist, will der Ausnahmespieler Basketball spielen. In der nach ihm benannten Halle wächst derweil bereits die nächste Generation von Basketballtalenten heran. (tb)