Seit Jahren steht ein größeres Feuerwehrhaus in Altenerding auf der Agenda der Stadt. Jetzt wurde mit dem Aufstellungsbeschluss planerisch der Startschuss gegeben.
Gut 11 000 Quadratmeter misst das Areal, auf dem das neue Altenerdinger Feuerwehrgerätehaus errichtet wird. Es liegt östlich der Münchener Straße – zwischen S-Bahnlinie und Herzogstandstraße. Seit Jahren laufen die Vorbereitungen für diese Millionen-Investition der Stadt. Jetzt fassten die Stadträte im Stadtentwicklungsausschuss einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Auch der Flächennutzungsplan wird entsprechend geändert.
Die Fläche ist längst im Besitz der Stadt, und sie hätte gerne noch mehr Quadratmeter gekauft, um den spitzen Zuschnitt im Nordosten des Areals zum sogenannten Hochzeitswäldchen hin zu vermeiden. Doch die Verhandlungen mit dem privaten Grundeigentümer im Nordwesten, wo sich verpachtete Kleingärten befinden, sind gescheitert.
„Wir hätten uns sicher gewünscht, weitere Flächen zur Arrondierung zu bekommen. Dies war nach langen und intensiven Verhandlungen leider nicht der Fall“, erklärte OB Max Gotz in der Sitzung, zu der zehn Altenerdinger Feuerwehrler, angeführt von Kommandant und Stadtbrandmeister Stephan Stanglmaier, sowie Stadtbrandinspektor Thomas Hagl gekommen waren.
Die Stadt habe den Kauf des Grundstücks auch deshalb getätigt, „weil wir ein Feuerwehrhaus nicht irgendwo hinstellen können“. Unter anderem müssen bekanntlich die Einsatzzeiten eingehalten werden. Jetzt gehe es um die Kreativität der Planer, meinte der Stadtchef und erinnerte, dass die jetzige Fläche an der Holunderstraße direkt am Bahnübergang Altenerding deutlich kleiner sei. Sie misst rund 2000 Quadratmeter. Dort ist die Situation seit Jahren sehr beengt, einiges hat die Wehr bereits auslagern müssen.
Im Umgriff des neuen Bebauungsplans enthalten ist auch der Verkehrsknoten Münchener Straße/Herzogstandstraße mit Unterführung. Dieser werde in die Planung eingebunden, so Gotz. Hans Egger (Erding Jetzt) fragte nach, ob die Unterführung mit nur 3,30 Metern für die Feuerwehr ein Problem sei. „Für die Feuerwehr nicht“, antwortete Gotz. Ohnehin werden seiner Ansicht nach viele Einsätze über die nahe B388 laufen.
Burkhard Köppen (CSU) erinnerte, dass der gesamte Stadtrat schon lange darauf gewartet habe, „dann man loslegen kann“. Es habe große Bemühungen um mehr Grund gegeben: „Ich freue mich, dass wir endlich vorankommen.“
Auch Vize-Bürgermeisterin Petra Bauernfeind (Freie Wähler) stärkte dem OB den Rücken. „Wir haben nichts versäumt. Es wäre fahrlässig gewesen, nicht zu versuchen, an das Grundstück heranzukommen.“ Auch wenn dies nicht gelungen sei, sehe sie keinerlei Fehler bei OB, Verwaltung und Stadtrat. Am neuen Standort gebe es auch das Problem der geschlossenen Schranken nicht mehr, so Bauernfeind.