Zweiter Bürgermeister Andreas Melf tritt nach 18 Jahren nicht mehr an

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Sie wollen in den Reichersbeurer Gemeinderat: (vorne, v. li.) Birgit Keilwerth (Ersatzkandidatin), Christine Bernöcker, Gertraud Wallner und Teresa Schichtl, (mittlere Reihe, v. li.) Michael Sixt, Bernhard Rehme, Sebastian Eichner, Andreas Reiter, Sebastian Sigl, Paul Sellinger und Thomas Eiler sowie (hinten, v. li.) Holger Emmrich, Anton Matheis, Ernst Gerg und Franz von Sigriz. © Kratzer

CSU und Bürgerliche Wählerschaft stellten ihre Gemeinderatsliste auf. Dabei kam es zu zwei Stichwahlen und einer Losentscheidung.

Reichersbeuern – Es war ein Moment, der im Saal aufhorchen ließ. „Ich werde nicht mehr als Gemeinderat kandidieren“, sagte Reichersbeuerns Zweiter Bürgermeister Andreas Melf bei der Aufstellungsversammlung von CSU und Bürgerlicher Wählerschaft im „Altwirt“. 18 Jahre gehörte Melf dem Gremium an, 12 Jahre davon als Zweiter Bürgermeister. „Es hat Spaß gemacht, war richtig anspruchsvoll, hat aber auch gezehrt“, so Melf.

Die Kandidaten

1. Christine Bernöcker
2. Bernhard Rehme
3. Franz von Sigriz
4. Michael Sixt
5. Ernst Gerg
6. Gertraud Wallner
7. Anton Matheis
8. Paul Sellinger
9. Andreas Reiter
10. Sebastian Eichner
11. Thomas Eiler
12. Sebastian Sigl
13. Teresa Schichtl
14. Holger Emmrich.

Gefettet sind die amtierenden Gemeinderatsmitglieder.

15 Reichersbeurer bewarben sich um einen der 14 Plätze auf der Gemeinderatsliste. CSU-Ortsvorsitzender Paul Sellinger sprach von einem „sehr guten Kandidatenpool“. Männer und Frauen, Angestellte und Selbstständige, altersmäßig „von den 20ern bis zu den 60ern“ – alles ist vertreten. Ebenso wie „Alteingesessene und Newcomer“.

Warum der Gemeinderat so eine wichtige Funktion hat

Bevor sich die Kandidaten im Schnelldurchlauf vorstellten, erläuterte Melf, warum der Gemeinderat eine so wichtige Funktion hat – etwa bei der Weiterentwicklung der laufenden Dorferneuerung. Projekte wie dieses möchten die amtierenden Gemeinderätinnen Christine Bernöcker und Gertraud Wallner weiterverfolgen und stellten sich deshalb auch für die kommende Amtsperiode zur Verfügung. Genauso wie Franz von Sigriz. Für ihn ist es wichtig, die Dorfgemeinschaft und ländlichen Strukturen zu „erhalten“.

Gleichstand nach dem ersten Wahlgang – anschließend gelost

Zügig verlief die Wahl, die Melf nach der Vorstellung der Kandidaten eröffnete. Zweimal kam es zur Stichwahl. Zwischen Thomas Eiler und Sebastian Eichner herrschte nach dem zweiten Wahlgang erneut Gleichstand, weshalb gelost wurde. Eichner belegt nun Platz 10, Eiler Platz 11. Nach der Stichwahl zwischen Teresa Schichtl und Holger Emmrich belegte Schichtl Platz 13, Emmrich den 14 Platz. Somit war die Liste gefüllt. Einen Bürgermeisterkandidaten stellen die CSU und die Bürgerliche Wählerschaft nicht. Andreas Melf hatte vorab gefragt, ob sich jemand für das höchste Amt in der Gemeinde aufstellen lassen möchte. Niemand hatte sich gemeldet. Anschließend warb Melf dafür, Amtsinhaber Ernst Dieckmann zu unterstützen, der sich am 8. März 2026 erneut als Bürgermeister bewerben wird. Alle 46 Stimmberechtigten hoben die Hand.