Zwei Museen in Baden-Württemberg begeistern mit einzigartigen Ausstellungen zur Vergangenheit. Besucher erwarten spannende Rundgänge und interaktive Erlebnisse.
Stuttgart – In Museen werden Kunst, Geschichte und Kultur bewahrt und ausgestellt. Sie laden dazu ein, Neues zu entdecken, und bieten spannende Erlebnisse für Jung und Alt. Insbesondere in Baden-Württemberg gibt es einige Museen, die einen Besuch wert sind. So befindet sich im Lände zum Beispiel das größte private Naturkundemuseum Deutschlands. Außerdem finden sich dort fünf ungewöhnliche Museen abseits des Mainstreams. Jetzt stechen zwei weitere Museen hervor, die zu den besten Deutschlands gehören sollen.
Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zählt zu den besten Museen Deutschlands
Das Magazin GEO hat 15 Museen in Deutschland gekürt, die jeder einmal gesehen haben sollte. Auf die Liste schaffen es auch zwei Museen in Baden-Württemberg. Eines davon ist das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart. Es gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dort können Besucher auf neun Ebenen mehr als 160 Fahrzeuge aus der über 135-jährigen Geschichte des Automobils bestaunen. Zu den Highlights gehören der erste Benz Patent-Motorwagen von 1886 sowie legendäre Rennwagen wie der Silberpfeil. Auch besondere Ausstellungsstücke wie das Papamobil, Oldtimer oder innovative Forschungsfahrzeuge sind Teil der Sammlung.
Ein wahrer Hingucker ist auch das Äußere des Museums. „Mit seiner Glasfassade und den an Star Trek erinnernden Fahrstühlen mutet das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart außen wie innen futuristisch an“, schreibt GEO. Die markante Fassade verleiht dem Bauwerk ein modernes Erscheinungsbild und macht es zu einem echten Blickfang in Stuttgart. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 16 Euro. Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sowie Personen ab 64 Jahren zahlen einen ermäßigten Preis von 8 Euro. Kinder bis einschließlich 12 Jahre können das Museum gratis besuchen.
Das Pfahlbaumuseum am Bodensee ist ebenfalls einen Besuch wert
Als zweites Museum in Baden-Württemberg nennt GEO das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen am Bodensee. Es ist das älteste archäologische Freilichtmuseum Deutschlands. Dort können Besucher originalgetreu rekonstruierte Pfahlbauhäuser aus der Stein- und Bronzezeit entdecken. Das Highlight ist der Rundgang durch die authentisch nachgebildeten Dörfer mit insgesamt 23 Gebäuden, die das Leben vor 6.000 bis 3.000 Jahren anschaulich zeigen. In steinzeitlichen Wohnzimmern, bronzezeitlichen Werkstätten und religiösen Kultstätten können Besucher einen Blick in die Vergangenheit werfen. Im „ARCHAEORAMA“, einer multimedialen 360-Grad-Show, erleben Gäste zudem einen virtuellen Tauchgang und erhalten faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt der Pfahlbauten.
Neben den Freiluftbauten gibt es im modernen Museum seltene Originalfunde zu bestaunen, wie beispielsweise eine steinzeitliche Kopfbedeckung, eine bronzezeitliche Holunderflöte sowie eine komplett erhaltene Holzschale mit Schöpflöffel. Kinder und Erwachsene können außerdem im Steinzeitparcours selbst tätig werden und unter anderem einen Steinbohrer ausprobieren. Der Eintritt kostet für Erwachsene 14 Euro und für Kinder von 5 bis 15 Jahren 8,50 Euro, jüngere Kinder haben freien Eintritt. Aktuell sind in der kalten Jahreszeit nur ausgewählte Winterführungen durch die Pfahlbauten möglich, die tägliche Öffnung beginnt am 28. März. (Verwendete Quellen: geo.de, mercedes-benz.com, pfahlbauten.de, eigene Recherche)