Medizinische Notfälle an der Benediktenwand und an der Tutzinger Hütte sorgten am Sonntag für zwei Einsätze der Bergwacht Benediktbeuern.
Benediktbeuern – Gegen 14 Uhr alarmierte die Leitstelle Oberland am Sonntagnachmittag die Retter zum ersten Mal. Ein Wanderer war am Westanstieg zur Benediktenwand umgeknickt und klagte zudem über Schwindelgefühle. „Ein eigenständiges Weitergehen war nicht mehr möglich“, berichtet Pressesprecher Tobias Döring. Drei Bergretter, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der nahegelegenen Diensthütte befanden, machten sich zu Fuß auf den Weg zur Unfallstelle, um die medizinische Erstversorgung zu übernehmen.
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Zustand des Patienten ließ keinen sicheren Abstieg zu
„Nach einer ersten Untersuchung vor Ort war schnell klar: Der Zustand des Patienten ließ keinen sicheren Abstieg zu Fuß zu“, so die Bergwacht. Aufgrund der unwegsamen Geländesituation und des gesundheitlichen Zustands des Betroffenen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 1 nachalarmiert. Dieser nahm im Tal einen speziell ausgebildeten Luftretter der Bergwacht auf und flog die Einsatzstelle an. Der Patient wurde mithilfe der Winde sicher in den Hubschrauber gezogen und zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Klinik geflogen.
Medizinischer Notfall auf der Tutzinger Hütte
Gegen 17 Uhr musste die Bergwacht Benediktbeuern erneut ausrücken, als es auf der Tutzinger Hütte am Fuß der Benediktenwand zu einem medizinischen Notfall kam. Eine Frau hatte plötzlich starke Bauchschmerzen entwickelt, „die sich rasch zu einem sogenannten akuten Abdomen (undefinierbare Bauchschmerzen) zuspitzten – ein Zustand, der schnelles medizinisches Eingreifen erfordert“, erklärt die Bergwacht.
Zufällig befanden sich zwei ausgebildete Helfer unter den Gästen: ein Notarzt und ein Mitglied der Bergwacht Benediktbeuern, das privat vor Ort war. Nach kurzer gemeinsamer medizinischer Abklärung alarmierte der Bergretter die zuständige Leitstelle und forderte ein Rettungshubschrauber an. „Christoph Murnau“ nahm die Patientin nach kurzer Vorbereitungszeit auf und flog sie in eine Klinik.