Wer „Malediven“ hört, denkt an Inseln im Indischen Ozean – an weißen Sand, klares Wasser und mindestens 10 Stunden im Flugzeug. An Süditalien denken die wenigsten.
Der acht Kilometer lange Küstenabschnitt am Absatz des italienischen Stiefels in Apulien kommt optisch sehr nah an das tropische Original ran: An der Ionischen Seite des Salento, zwischen Torre Pali und Torre Vado, mit dem Zentrum in Marina di Pescoluse, haben die Strände feinen, hellen Sand und flaches, hellblaues bis türkises Wasser – seit den 1990er Jahren auch als die „Malediven des Salento“ bekannt. Heute gehört die Region zu den beliebtesten Baderegionen Italiens. Noch vor wenigen Jahrzehnten war sie vor allem als Umschlagplatz für geschmuggelte Zigaretten und Kaffee bekannt, wie la-bella-vita.club berichtet.
Die beste Reisezeit für die apulischen Malediven
In der Hauptsaison ist der Küstenabschnitt heiß begehrt, vor allem bei Italiener, aber in den vergangenen Jahren auch bei immer mehr internationalen Gästen. Ruhigere Ecken gibt es trotzdem noch, wie zum Beispiel zwischen Torre Pali und Lido Marini. Auch zwischen den offiziellen kostenpflichtigen Strandbädern gibt es immer wieder freie Zonen, die öffentlich zugänglich sind. Wer früh kommt oder den Sonnenuntergang abwartet, kann dort relativ in Ruhe baden – oft mit weiter Sicht und weniger Gesellschaft. Wer es generell ruhiger mag, sollte den Juni oder den September für seinen Urlaub ins Auge fassen. Dann ist das Meer bereits (oder noch) angenehm warm, aber die Preise sind deutlich moderater.
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Das kosten zwei Liegen am Traumstrand
Günstig sind die Malediven Apuliens nicht: Einfache Unterkünfte wie Bed & Breakfasts gibt es in der Hauptsaison ab etwa 100 Euro pro Nacht. Wer es exklusiver möchte, kann für ein Zimmer auch 600 Euro und mehr ausgeben. Beim Strandleben ist das Bild ähnlich: Zwei Liegen mit Sonnenschirm kosten in einem normalen Lido etwa 30 Euro pro Tag. Im mondänen „Le Cinque Vele Beach Club“ in Pescoluse zahlt man in der Hochsaison 510 Euro für zwei Liegen in der ersten Reihe, im „Premiumbereich“ sogar bis zu 1.140 Euro am Tag hin. Außerhalb der Saison kostet das Ganze einen Bruchteil, dann gibt es zwei Liegen für etwa 50 Euro.
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Das bietet die Region außer Strand
Ein Mietwagen ist in dieser Region mehr Notwendigkeit als Empfehlung. Zwar gibt es öffentliche Busverbindungen ab Brindisi oder Bari, doch wer flexibel sein möchte, etwa für Tagesausflüge oder abends spontan essen gehen will, ist mit dem Auto klar im Vorteil. Zu den bekanntesten Orten der „Malediven des Salento“ zählen Pescoluse, Torre Pali, Lido Marini und Torre Vado. In der Umgebung gibt es viel entdecken: Santa Maria di Leuca mit ihren Grotten, die barocke Altstadt von Lecce, kleine Weingüter, alte Olivenbäume und trockengemauerte Wege durchs Hinterland. Auch Bootstouren entlang der Küste sind empfehlenswert – nicht spektakulär, aber schön. Darüber hinaus gibt es in Apulien zahlreiche weitere schöne Orte zu entdecken.
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